Über 10 Millionen Flüchtlinge und Vertriebene kamen nach 1945 in die westlichen Besatzungszonen. Die Ausstellung „Aufbau West“ erzählt ihre Geschichte und berichtet über ihre Erfahrungen. Sie zeigt, wie die Menschen aus Ost und West den schwierigen Neuanfang bewältigten, die Produktion in Fabriken und Bergwerken wieder in Gang setzten und in Betrieben und Siedlungen zueinander fanden.
300 Objekte, 40 Lebensgeschichten sowie zahlreiche historische Fotos, Film- und Tondokumente begleiten die Besucher auf ihrer Zeitreise von 1945 bis in die Gegenwart. Die Ausstellung macht damit ein wichtiges und bislang kaum beleuchtetes Stück deutscher Zeitgeschichte lebendig. Denn fest steht: Arbeitskräfte, Know-how und Unternehmergeist aus dem Osten haben maßgeblich zum Wirtschaftswunder beigetragen.
Darüber hinaus regt „Aufbau West“ Fragen an, die auch für die heutige Diskussion um Migration und Integration wichtig sind: Was bedeutete nach dem Krieg der Verlust von Heimat? Wie wurden die Menschen aus dem Osten im Westen empfangen? Welche Akzente haben die Zuwanderer von damals gesetzt?
Einen Rundgang durch die Ausstellung finden Sie hier.
Weitere Termine der Ausstellung:
18.03.2007 bis 21.10.2007 Oberschlesisches Landesmuseum in Ratingen-Hösel
15.06.2008 bis 21.09.2008 LWL-Industriemuseum in Lage
Seit dem 23. Februar 2006 steht unser Internetportal "Vertreibung und Wirtschaftswunder" online. Unter www.vertreibung-und-wirtschaftswunder.de dokumentieren zahlreiche Dokumente, Exponate, Fotos sowie 47 individuelle Lebensgeschichten, Erfahrungen von Flucht, Vertreibung, Ankunft im Westen, individuellen Neuanfang und Integration.
Fernsehbeitrag von ServusTV
Die Sendung literaTOUR des österreichischen Senders ServusTV besuchte die europäische Kulturhauptstadt RUHR.2010 und traf auf der Zeche Zollern den Autor Heinrich Peuckmann. Sendung vom 6. Juli 2010.

