Die Sammlung Dr. Jürgen Huesmann
GALERIEINDUSTRIEARBEIT
Dass man mit Kunst Kohle machen kann, ist gemeinhin bekannt. Wenn aus Kohle Kunst wird, ist das schon etwas Besonderes. Davon können sich Besucher einer neuen Ausstellung überzeugen, die der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) am Sonntag, 13. November, in seinem Industriemuseum Zeche Zollern in Dortmund eröffnet hat. „Kohlekeramik – Medaillen, Plaketten, Gebrauchsobjekte“ heißt die Schau mit rund 250 Objekten aus der Sammlung von Dr. Jürgen Huesmann.
In der Prägeanstalt der Zeche Hannover in Bochum – heute ebenfalls Standort des LWL-Industriemuseums - wurde zwischen 1948 und 1975 Kunst aus Kohle hergestellt. Kirchen oder Kommunen brachten ihre Verbundenheit mit dem Ruhrgebiet zum Ausdruck, indem sie Plaketten aus dem Rohstoff herstellen ließen, der die Region prägte. Bei Vereinsjubiläen oder als Sportlerehrung wurden die Kohlemedaillen überreicht. Auch Uhren, Aschenbecher und andere Gebrauchsgegenstände entstanden aus diesem ruhrgebietstypischen Werkstoff. Der Sammler Dr. Jürgen Huesmann hat über 1.600 dieser außergewöhnlichen und nur in Bochum produzierten Stücke – heute begehrte Sammlerobjekte - zusammengetragen. Die Schau zeigt eine Auswahl von über 250 typischen und besonders schönen Objekten.
Kohlekeramik – Medaillen, Plaketten, Gebrauchsobjekte
13.11.2011 – 12.2.2012
LWL-Industriemuseum Zeche Zollern
Galerie Industriearbeit
Geöffnet Di – So 10-18 Uhr
Einen Überblick über die abgelaufenen Ausstellungen der Zeche Zollern finden Sie auf der Seite „Frühere Ausstellungen“.
ZWANGSARBEIT.
Die Deutschen, die Zwangsarbeiter und der Krieg.
18.3. - 30.09.2012
Im Zweiten Weltkrieg wurden in Deutschland auf nahezu jeder Baustelle und jedem Bauernhof, in jedem Industriebetrieb und auch in Privathaushalten Zwangsarbeiter ausgebeutet. Dort wie in den besetzten Gebieten mussten insgesamt über 20 Millionen Männer, Frauen und Kinder aus ganz Europa als "Fremdarbeiter", Kriegsgefangene oder KZ-Häftlinge Zwangsarbeit leisten. Die Ausstellung "Zwangsarbeit" erzählt erstmals die gesamte Geschichte dieses Verbrechens und seiner Folgen nach 1945.
Mehr Informationen zur Ausstellung und zum Begleitprogramm auf der Seite zur Ausstellung "Zwangsarbeit".