LWL-Industriemuseum - Achte Orte - Ein Museum
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Foto: SCHOTT AG / VG Bildkunst Bonn 2010 / Archiv Ann und Jürgen Wilde

SCHOTT Glaswerke: Fotografien von Albert Renger-Patzsch

Herbst 2012

Die Fotografien von Albert Renger-Patzsch (1897-1966) gelten der Kunstgeschichts-schreibung bis in die Gegenwart als ebenso herausragende wie charakteristische Werke der Neuen Sachlichkeit. Das SCHOTT-Archiv in Jena verwahrt Konvolute von Glasplattennegativen und Vintage Prints des Fotografen, die in den 1930er und 1950er Jahren  in mindestens drei Glaswerken - Jena, Mainz und Grünenplan - aufgenommen wurden. Die Fotografien sind für die Unternehmens- ebenso wie für Technikgeschichte interessant; an ihnen kristallisiert sich das Verhältnis zwischen dem auftraggebenden Unternehmer und dem renommierten Fotografen. Letztlich geben sie Auskunft über das in Zusammenwirken von Industrie, Kunst und Handwerk und dürfen als herausragendes Zeugnis der Industriekultur gelten.

Gezeigt werden die Fotografien Albert Renger-Patzschs an zwei Standorten des LWL-Industriemuseums: in der  Glashütte Gernheim in Petershagen (Frühjahr 2012) und auf der Zeche Nachtigall in Witten. Für die Glashütte Gernheim  sind die Aufnahmen Renger-Patzschs wertvolle Dokumente der Glasproduktion zur Zeit der Hochindustrialisierung. In Witten wurde der Glastechniker Otto Schott 1851 geboren. Für die Zeche Nachtigall ist die Präsentation zugleich  Anlass, einen Blick auf den Erfinder Otto Schott und die Spuren, die er in seiner Heimatstadt  hinterlassen hat, zu werfen.