11. März 2010 von 18-20 Uhr
Vorgestellt wird Lousia Catharina Märcker (1718-1795), die 1738 den wohlhabenden Unternehmer Johann Caspar Harkort heiratete und fünf Kinder gebar. Nach seinem frühen Tod führte sie 30 Jahre lang erfolgreich das Unternehmen. Haus Harkorten, der Wohnsitz, entwickelte sich in der Zeit der Märckerin zu einem gesellschaftlichen Mittelpunkt in der Region, wo sich Kaufmannschaft, örtliche Pfarrer und aufgeklärte preußische Verwaltungsbeamte wie der Freiherr vom Stein trafen und austauschten.
Lousia Catharina Märcker (1718-1795) stammte aus einer geachteten Beamtenfamilie und wurde am Hof der Fürstäbtissin in Essen erzogen. Im Alter von 20 Jahren heiratete sie Johann Caspar Harkort. Die Harkorts waren ein weit verzweigtes, wohlhabendes Geschlecht aus Hagen, dessen wirtschaftliche Basis und Erfolg auf dem Zusammenspiel von Landwirtschaft, Metallverarbeitung und Handel beruhte. Nach nur dreizehn Jahren Ehe starb Johann Caspar, und ließ neben fünf unmündigen Kindern – das älteste war neun Jahre alt - seine Frau und sein Unternehmen zurück.
Während der folgenden dreißig Jahre führte die Witwe Harkort das Unternehmen: Bis 1780 tat sie dies mit Unterstützung ihres Bruders Johann Friedrich Märcker und des Handlungsgehilfen Johann Caspar Wienbrack.. Von 1780 bis zu ihrem Tod 1795 waren ihre beiden Söhne und sie zu gleichen Teilen Teilhaber. Während dieser Jahre sicherte und mehrte sie mit großem unternehmerischem Erfolg Besitz und Vermögen ihrer Familie. Nicht nur führte sie die Firma unbeschädigt durch den siebenjährigen Krieg, wozu ihre guten Beziehungen zur Fürstäbtissin nicht unwesentlich beitrugen. Sie förderte auch das Wachstum der Firma zwischen 1770 und 1790, baute den Export aus und legte neue Hämmer an. Wiederholt übernahm sie als gewählte „Deputierte“ die Rolle einer Sprecherin des regionalen, märkischen Wirtschaftsbürgertums. Die Märckerin verfügte über einen intuitiven Geschäfts- und Unternehmer(innen)sinn und führte ihr Unternehmen mit Weitsicht und großer Selbstverständlichkeit.
Zeche Nachtigall beteiligt sich an Demenz-Aktionswoche
Im Rahmen der Aktionswoche „Gedanken wie Seifenblasen“, welche von der Stadt Bottrop organisiert wird, soll auf die vielen Erscheinungsformen einer Demenz hingewiesen werden. Mit seinen besonderen Angeboten für Senioren in Einrichtungen der Altenpflege und Menschen mit einer Demenz, beteiligt sich das LWL-Industriemuseum aktiv an dieser Woche. Die Veranstaltungen finden Sie im Programm oder auf www.bottrop.de.