Entwickelt hat sich die Ausstellung aus einer Kooperation des Diakonischen Werks im Kirchenkreis Lübbecke e.V. mit dem Projekt IdEAL des Deutschen Roten Kreuzes im Altkreis Lübbecke. Im Mittelpunkt stand dabei die Begegnung von jugendlichen und erwachsenen Zuwanderern, die in Interviews von ihrer Herkunft, ihrer Ankunft und ihren Bemühungen um Neuorientierung berichteten.
Jenseits der gesellschaftlichen Debatte über die Integrationsproblematik möchten die Ausstellungsmacherinnen - die Bielefelder Fotografin Hermine Oberück und die Mindener Kulturmanagerin Gertraud Strohm-Katzer - vor allem auf Erfahrungen, Stärke, Mut und Energie der portraitierten Menschen verweisen.
Das LWL-Industriemuseum ist die fünfte Station der Ausstellung „vom Ankommen und Wegmüssen“, die in das Themenjahr „Mobilität“ der Museumsintiative in OWL eingebunden ist. Bei ihrer Wanderung nimmt die Schau jeweils neue Porträts und Texte auf und macht weitere Aspekte des vielschichtigen Gesamtphänomens Zuwanderung sichtbar. Dieses offen angelegte Ausstellungskonzept soll verdeutlichen, dass auch der lokale Hintergrund eine Rolle dabei spielt, ob und in welcher Form ein neuer Anfang gelingt.
"Das bedeutet für die Besucher der Ausstellung, über den lokalen Bezug eine unmittelbare Verbindung zum Thema herstellen zu können", erläutert Museumsleiter Willi Kulke. So sind im Ziegeleimuseum Lage auch Porträts von Menschen aus der Region Lage und Augustdorf vertreten.
Möbelindustrie in Ostwestfalen-Lippe
Fotoausstellung
3.6. - 9.9.2012
Nach dem Niedergang der heimgewerblichen Leinenindustrie schuf die Möbelindustrie Arbeitsplätze für die heimische Bevölkerung. Um den Bedarf nach Möbeln im Ruhrgebiet und anderen industriellen Ballungsräumen zu decken, erweiterten viele Tischlereien ihre Produktionsstätten und gingen zur Serienfertigung von Möbeln über. Die Ausstellung zeigt Impressionen aus den letzten 100 Jahren dieser Branche von Enger bis Steinheim.