Der WDK feiert in diesem Jahr sein 75jähriges Bestehen. Als einer der verkehrsreichsten Kanäle Deutschlands ist er Teil der West-Ost-Wasserstraße vom Rhein zur Oder. Er bindet das östliche Ruhrgebiet an den Rhein an, hat für die Region große wirtschaftliche Bedeutung und bietet zugleich einen hohen Freizeitwert. Im Rahmen eines historischen Schleppzuges wird „Ostara“ vom Dampfschlepper „Cerberus“ (historisches Polizei- und Feuerlöschboot aus dem Jahre 1930) mit der Ausstellung im Laderaum am 30. Mai seine Reise vom Schiffshebewerk starten, um am 2. Juni die Ausstellung in Dorsten zu eröffnen. Mit einer Festveranstaltung um 11 Uhr würdigt die Wasser- und Schifffahrtsdirektion West die Bedeutung des Wesel-Datteln-Kanals. Im Anschluss erfolgt die Ausstellungseröffnung auf der „Ostara“. Um 15 Uhr wird die Ausstellung für die Öffentlichkeit freigegeben. Ausstellungsveranstalter sind das Wasser- und Schifffahrtsamt Duisburg-Meiderich (WSA) und das Westfälische Industriemuseum Altes Schiffshebewerk Henrichenburg in Kooperation mit dem Lippeverband und dem Wasserverband Westdeutscher Kanäle sowie den Kommunen und Häfen am Kanal.
Die 60 km lange künstliche Wasserstraße - WDK - ist heute ein unverzichtbares Bindeglied für den überregionalen Verkehr im Wasserstraßennetz und für die Industrie ein bedeutender Standortfaktor. Der WDK hat im vergangenen Dreivierteljahrhundert anliegende Städte und Gemeinden, Häfen und Industrie gewandelt und beeinflusst. Er gewährt auch heute und in Zukunft der Binnenschifffahrt sichere Fahrt und gibt den Menschen Raum zur Freizeitnutzung. In einer Ausstellung mit Exponaten, Texten, Karten und Grafiken wird die facettenreiche 75jährige Geschichte des WDK und seiner Schifffahrt beleuchtet. Auch die Vorläuferin der Kanalschifffahrt, die Lippeschifffahrt, wird in ihren wichtigsten Aspekten dargestellt. Der historische rote Faden zieht sich vom vor- und frühgeschichtlichen Einbaum hin bis zum römischen Schiff auf der Lippe, von der Dampfschleppschifffahrt bis zum modernen Frachtschiff- und Containerverkehr heute.
Wie wurde der Kanal geplant, welche Hindernisse standen dem Kanalbau entgegen? Wie und unter welchen Umständen ist der Kanal von 1915 – 1930 entstanden? Welche Rolle spielten die Arbeitskräfte beim Bau des WDK? Wie gestaltete sich das Leben der Menschen am und auf dem Kanal? Unter welchen Lebensbedingungen arbeiten die Binnenschiffer? Welch immense Bedeutung hatte und hat der WDK für den Massengüterverkehr und für die Region in Vergangenheit und Gegenwart? Wie war die Situation im Zweiten Weltkrieg und zur Zeit des Wiederaufbaus (1945 – 1960)? Wie wurde der Kanal zu Zeiten des Wirtschaftsbooms der 60er und 70er Jahre ausgebaut? Welche städtebaulichen Veränderungen hat der Kanal für die Region gebracht? Welche Möglichkeiten der Erholung, der künstlerischen Gestaltung und touristischer Freizeitaktivitäten bietet der Kanal heute? Auf all diese Fragen versucht die Ausstellung im Laderaum des historischen Schleppkahns "Ostara" anschaulich Auskunft zu geben. Bereichert wird die Ausstellung mit Bildern, die der Künstler Karl-Friedrich Gerloff vom WDK gemalt hat.
Im Westfälischen Industriemuseum Altes Schiffshebewerk Henrichenburg liegt die "Ostara" mit der schwimmenden Wanderausstellung vom 15. Juli bis 15. August 2005 sowie vom 2. bis 30. September 2005 vor Anker.
Vorschau
Regen, Schnee und Hagel
Vom Wetterbericht bis zum Klimawandel
4.7.2013 - 2.2.2014
Die mit Unterstützung der Emschergenossenschaft realisierte Ausstellung liefert Informationen zu den alltäglichen Wetterphänomenen Regen, Schnee und Hagel. Sie stellt wissenschaftliche Erkenntnisse vor, geht auf die Folgen des menschlichen Einwirkens auf die Natur ein und präsentiert Beispiele für den künstlerischen Umgang mit dem Nass, das vom Himmel fällt. Wie werden Wolken zu einem Wassertropfen, einer Schneeflocke oder einem Hagelkorn? Wie sehen diese Niederschläge eigentlich genau aus? Wohin “verschwindet“ die Feuchtigkeit nach ihrem Aufprall auf die Erde? Wie beeinflusst der Mensch das Klima? Forscher haben sich mit diesen Fragen über Jahrhunderte beschäftigt. Unternehmen und Genossenschaften arbeiten an Lösungen, um Regenwasser vom Abwasser zu trennen und Überschwemmungen zu vermeiden. Fotografen, Maler und Bildhauer haben sich mit der Gestalt der Wassertropfen auseinandergesetzt.