8.11.2009 bis 31.3.2010
Erstaunliche Einblicke in das Leben auf einem Schleppkahn gibt der Landschaftsverband-Westfalen-Lippe (LWL) ab Sonntag, 8. November, in seinem Industriemuseum Schiffshebewerk Henrichenburg. Unter dem Titel „Mach Leggo“ (= „mach los“) zeigt das LWL-Museum eine Auswahl von über 80 Aquarellen und Ölgemälden des Lüner Künstlers Fritz W. Achilles.
Fritz W. Achilles verbrachte seine Kindheit auf einem Binnenschiff und arbeitete elf Jahre in den Schul- und Semesterferien auf See- und Binnenschiffen. Als Autodidakt fertigte er zahlreiche Grafiken, Aquarelle, Ölgemälde und Zeichnungen an, von denen er dem LWL-Industriemuseum eine Sammlung überlassen hat. Die Gemälde werden ergänzt durch seine Ausführungen zu den Motiven, gekoppelt mit persönlichen Erinnerungen. „So eröffnen sie dem Betrachter faszinierende Einblicke in das Leben an Bord, vor allem während der Nachkriegszeit und den 50er Jahren“, erklärt LWL-Museumsleiter Herbert Niewerth.
Zunächst führt die Ausstellung auf eine Reise von Dortmund nach Emden über den Dortmund-Ems-Kanal. Hier sind Motive wie die Häfen von Dortmund und Münster sowie die Schleusen in Waltrop und Datteln zu sehen. Dem spektakulärsten Bauwerk entlang dieses Kanals, dem Schiffshebewerk Henrichenburg, ist eine eigene Abteilung gewidmet. Achilles malte Ober- und Unterwasser zu unterschiedlichen Jahreszeiten und mit verschiedenen Schiffstypen.
Viele bekannte Motive aus dem Revier zeigen die Bilder des Rhein-Herne-Kanals sowie des Datteln-Hamm-Kanals. Liegeplätze und Häfen in und um seine Heimatstadt Lünen malte Fritz Achilles aus vielen Blickwinkeln.
„Besonders am Herzen liegen mir die Gemälde, die unsere heutigen Museumsschiffe noch in Aktion zeigen“ freut sich Dagmar Pech, Wissenschaftliche Volontärin des Museums. So fährt das Dampftankschiff Phenol mit rauchendem Schornstein vor historischer Kulisse durch den Rotterdamer Hafen.
Niewerth eröffnet die Ausstellung am Sonntag, 8 November, um 11 Uhr. Eine Einführung in die Ausstellung gibt die Wissenschaftliche Volontärin Dagmar Pech, die die Ausstellung konzipiert hat. Der Künstler Fritz W. Achilles wird auch anwesend sein. Für musikalische Begleitung sorgt Svenja Nadine Braune auf dem Akkordeon. Bis zum 31. März 2010 sind die Gemälde im Hafengebäude am Oberwasser zu sehen.
Vorschau
Regen, Schnee und Hagel
Vom Wetterbericht bis zum Klimawandel
4.7.2013 - 2.2.2014
Die mit Unterstützung der Emschergenossenschaft realisierte Ausstellung liefert Informationen zu den alltäglichen Wetterphänomenen Regen, Schnee und Hagel. Sie stellt wissenschaftliche Erkenntnisse vor, geht auf die Folgen des menschlichen Einwirkens auf die Natur ein und präsentiert Beispiele für den künstlerischen Umgang mit dem Nass, das vom Himmel fällt. Wie werden Wolken zu einem Wassertropfen, einer Schneeflocke oder einem Hagelkorn? Wie sehen diese Niederschläge eigentlich genau aus? Wohin “verschwindet“ die Feuchtigkeit nach ihrem Aufprall auf die Erde? Wie beeinflusst der Mensch das Klima? Forscher haben sich mit diesen Fragen über Jahrhunderte beschäftigt. Unternehmen und Genossenschaften arbeiten an Lösungen, um Regenwasser vom Abwasser zu trennen und Überschwemmungen zu vermeiden. Fotografen, Maler und Bildhauer haben sich mit der Gestalt der Wassertropfen auseinandergesetzt.