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Vom 12. März bis 31. Oktober 2010 zeigt der LWL im modernen Teil der Gebläsehalle die Kulturhauptstadtausstellung
HELDEN. Von der Sehnsucht nach dem Besonderen
In dieser Zeit steht die Halle für Veranstaltungen nicht zur Verfügung. Der historische Teil der Halle ist wegen Sanierungsarbeiten zur Zeit gesperrt. Ab 17. April 2010 präsentiert der LWL dort die Begleitausstellung
Geschichte
Im früheren Hüttenbetrieb war die Halle das Herzstück der Wind- und Energieversorgung. Hier thronten einst die gewaltigen Großgasmaschinen. Elf dieser Giganten waren im Einsatz, um auf der Basis von Hochofengas Strom und Wind zu erzeugen. Bis in die 1960er Jahre hinein deckten sie einen Großteil der Energieversorgung ab. Weil die Dinosaurier der Kraftwirtschaft mit den gestiegenen Leistungsanforderungen im Bereich der Hüttentechnologie nicht mehr Schritt halten konnten, wurde die Stromversorgung ab 1962 und kurze Zeit später auch die Winderzeugung neu organisiert. Anfang der 1980er Jahre ließ der Betrieb die Maschinen nach und nach verschrotten. Die Halle diente dann als Lager und Lokreparaturwerkstatt.
Heute ist der Bau in zwei große Bereiche untergliedert: Der südwestliche Teil der Gebläsehalle mit den dort installierten Großmaschinen und Aggregaten zeugt von der historischen Funktion der ehemaligen Energiezentrale. Dieser Bereich beherbergt jetzt wieder gewichtige Exponate, unter anderem eine 500 Tonnen schwere Großgasmaschine – eine der letzten ihrer Art in Deutschland –, die 1993 aus der Georgsmarienhütte bei Osnabrück transloziert wurde sowie eine Thomasbirne der Thüringer Maxhütte. Um auch die Weiterverarbeitung von Eisen und Stahl demonstrieren zu können, installierte das Industriemuseum inzwischen außerdem ein original Dampfhammer-Ensemble aus Engelskirchen und das Mittelgerüst eines Profilwalzwerkes aus Duisburg-Hochfeld.
Zwischen beiden Bereichen erhebt sich hinter einem riesigen Glasvorhang eine Galerie, die das Restaurant Henrichs beherbergt. Die gläserne Empore erlaubt zur einen Seite den Blick auf die Bühne und über den gesamten Veranstaltungssaal. In die gegenüberliegende Richtung eröffnet ein verglaster Balkon den Blick auf den musealen Teil der Halle mit seinen monumentalen Zeugnissen des Hüttenwesens. Direkt unter der Empore, im Erdgeschoss, befindet sich das neue Museumsfoyer.

