Im Bessemer-Stahlwerk, dem ältesten Gebäude auf dem Museumsgelände, zieht mit „Naexus“ neueste Präsentationstechnik ein. Gezeigt wird die „Zeitreise Ruhr“, ein dreidimensionales Modell des Ruhrgebietes mit vielen virtuellen Rekonstruktionen ehemaliger Industriestandorte.
Das Projekt „Zeitreise Ruhr“ will dazu beitragen, die Industriegeschichte der Region einem breiten Publikum erfahrbar zu machen. Der Schwerpunkt liegt dabei in der Visualisierung der baulichen Entstehung ehemaliger Industrie-Standorte. 3D-Rekonstruktionen im Computer werden durch historisches wie aktuelles Bildmaterial und ausführliche begleitende Informationen ergänzt.
Durchgeführt wird „Zeitreise Ruhr“ vom Unternehmen Dießenbacher Tewissen Informations-medien in Wesel. Gefördert wird das Projekt mit Mitteln des Landes NRW, der Hochschule Bochum und den jeweiligen Standorten.
Projektbegleiter ist die Hochschule Anhalt. Hier wurde auch „Naexus“ entwickelt, eine 3,5 Meter hohe Installation mit einem Durchmesser von sechs Metern. Auf einer 240 Grad-Leinwand, kombiniert mit mehreren Flachbildschirmen, entsteht ein Raumerlebnis besonderer Art.
Und auch das LWL-Industriemuseum ist vertreten: Im letzten Jahr entstand eine „Zeitreise Henrichshütte“, die die Entwicklung des traditionsreichen Hüttenwerks an der Ruhr von ihrer Gründung bis zur Stilllegung und Umnutzung darstellt. Nun entstand die Idee, das Gesamt-projekt in einem Kontrast zwischen Denkmal und moderner Medienarchitektur zu zeigen.
Die Wanderausstellung „Zeitreise Ruhr meets Naexus“ ist zu den Öffnungszeiten des Museums zugänglich und lädt auch während der „Langen Nacht der Industriekultur“ am 9. Juli zu einer Reise in die Vergangenheit der Region ein.
Wohnen am Wasser
Ausstellung des Bund Deutscher Architekten, BDA, Ruhrgebiet
3.5. bis 28.10.2012
Der Phoenix-See in Dortmund und der Binnenhafen Duisburg gehören zu den bekanntesten Beispielen für Städtebau-Projekte am Wasser. Aber es gibt noch viel mehr Planungen im Revier. Unter dem Titel „Wohnen am Wasser... Vom Masterplan zur Wirklichkeit“ stellt der Bund Deutscher Architekten (BDA) Ruhrgebiet vom 4. Mai bis 28. Oktober 2012 im LWL-Industriemuseum Henrichshütte Hattingen aktuelle Bauvorhaben vor. Das Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) hat für die Präsentation von Fotografien, Plänen und Filmen das historische Bessemerstahlwerk zur Verfügung gestellt.
Im Ruhrgebiet wollen zahlreiche Kommunen die Potenziale der hiesigen Fluss-, See- und Kanallandschaften nutzen, um neue Aufenthalts- und Stadtqualitäten zu entwickeln und damit der Region eine Perspektive für die Zukunft zu geben. Ganze Stadtviertel werden revitalisiert und brachliegende Flächen an den Wasserkanten neu strukturiert.
Im Rahmen der Ausstellung bringt der BDA Ruhrgebiet diejenigen Akteure und Ruhrgebietsstädte zusammen, die sich mit dem Thema Bauen am Wasser auseinandersetzen. Dabei werden die einschlägigen Bauvorhaben aus Bergkamen, Dortmund, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen, Hagen, Hamm, Herne, Mülheim an der Ruhr und Oberhausen präsentiert. Die regionalen Beispiele werden auch vor dem Hintergrund internationaler Projekte beleuchtet, um ihr visionäres Potential anhand von realisierten und phantasierten Wohnlandschaften zu erkunden.
20.4. bis 28.5.2012
Künstlerbunt Multicolor präsentiert in Kooperation mit dem Bandwebereimuseum Hattingen-Elfringhausen die Ausstellung "Am Band". Die Kunstausstellung mit
Gemälden, Collagen und Objekten von 28 Künstlerinnen und Künstlern wird begleitet von einer Kollektion von Musterbüchern aus dem Bandwebereimuseum. Herr Volker Schlickum, der Vorsitzende des Kultur- und Heimatvereins zeigt eine Sammlung von gewebten Bändern, die in Heimarbeit auf Bandwebstühlen - zum Teil wahrscheinlich auch in unmittelbarer Nähe zum Museum gefertigt wurden. Die Kombination von alter Handwerkstradition und Maschinentechnik an dem Ausstellungsort Henrichshütte unterstreicht ganz besonders die industrielle Geschichte dieser Region