1872 kaufte der Essener Industrielle Alfred Krupp die Zeche Hannover zur Versorgung seiner Gussstahlfabrik mit hochwertiger Kohle und errichtete im nahe gelegenen Günnigfeld die Schachtanlage Hannover III. Mit dem Bau eines Kraftwerks, einer neuen Kokerei und des neuen Förderschachtes V wurde die Zeche Hannover bis 1908 zur Großzeche ausgebaut. Die Zeche mit ihrem ständig steigenden Arbeitskräftebedarf zog zunächst Arbeitswillige aus Westfalen, Hessen und dem Rheinland an. Darüber hinaus fanden Zuwanderer aus West- und Ostpreußen, Schlesien, Posen und Masuren eine Einstellung auf Hannover. 1960 kamen die ersten Griechen, bald darauf auch Italiener, Jugoslawen, Türken und Marokkaner. Im Umland der Zeche fehlte stets geeigneter Wohnraum für Bergleute. Nach dem Bau der Kolonien Hannover und Eickel durch die Bergwerksgesellschaft ließ Krupp ab 1907 die Kolonie Dahlhauser Heide errichten. Es wurde eine riesige Werkssiedlung aus 339 Doppelhäusern als Gartenstadt mit geschwungenen Straßen und einer zentralen Parkanlage geschaffen.

