In den Jahren 50er-Jahren sind Bergbaumotive oft gefragt, doch der Bochumer Grafiker setzt auf „sicheres Brot“ und betreibt erfolgreich eine Werbeagentur. Bis Mitte der 70er-Jahre prägen Palmowskis prämierte Grafiken das Bild der Stadt Bochum in Anzeigen, Werbebro-schüren und auf Plakaten der Stadtwerbung. Und als Wettbewerbssieger kann das Mitglied des Bochumer Künstlerbundes 1962 die Gestaltung des Ehrenrings der Stadt Bochum über-nehmen. Sein Herz hängt aber stets am Bergbau. "Mit besonderer Hingabe zeichnete ich jahrelang Plakate für die Grubensicherheit", verrät der Künstler. Und auch im Ruhestand rücken Zechenmotive wieder ins Zentrum seines Schaffens. So entstand in den letzten zehn Jahren ein Zyklus von Bergbaubildern, der die Erinnerung an die harte Arbeit unter Tage wach hält.
Nach Westen. Zuwanderung aus Osteuropa und ins Ruhrgebiet
10.6. bis 28.10.2012
Eröffnung: So, 10.6., 11 Uhr
Die Zuwanderung aus dem Osten Europas in das Ruhrgebiet hat eine lange Tradition. Die "Ruhrpolen" aus den ehemaligen polnischen Gebieten prägten Ende des 19. Jahrhunderts wesentlich Kultur und Alltag im Ruhrgebiet. Die Demokratisierung in Osteuropa und der Zerfall des Ostblocks brachten seit Ende der 1980er Jahre zahlreiche Auswanderer, Flüchtlinge, Vertriebene und Spätaussiedler in die Region tief im Westen. So unterschiedlich ihre Motive auch waren - gemeinsam ist ihnen die Erfahrung in den sozialistischen Staaten und das Ziel ihrer Auswanderung: Das Ruhrgebiet. Die Ausstellung "Nach Westen" zeigt die Geschichte und Gegenwart der Zuwanderer aus Polen, den ehemaligen Staaten der Sowjetunion und aus dem ehemaligen Jugoslawien. Sie entstand in Kooperation mit Studierenden des Seminars für Slavistik/Lotman-Institut der Ruhr-Universität Bochum.