16.7. bis 10.10.2010
"Wandel durch Kultur - Kultur durch Wandel": Das Motto der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 war bereits in der Nachkriegszeit ein wichtiges Anliegen in der Industrieregion Ruhrgebiet. Genauso wie das Ziel, Kultur für alle Menschen zugänglich zu machen. Im Mittelpunkt der Schau stehen deshalb die kleinen "Helden" des Ruhrgebiets: Laienmaler, Hobbymusiker und Arbeiterdichter ebenso wie Kulturpolitiker aus Bergbau, Gewerkschaft und Kommune.
Die Ausstellung, die die Kulturgeschichte des Reviers zwischen 1945 und 1966 beleuchtet, stellt auch die zentralen Leitbilder der populären Kultur der Region vor: Symbolfiguren wie Kumpel Anton und die Heilige Barbara oder internationale Film- und Musikikonen wie die Beatles. Zwei Ereignisse aus dem Jahr 1966 bilden den Abschluss: das Einsetzen der Strukturkrise und der Auftritt der Beatles in Essen - sicherlich Zufall, aber gleichzeitig Symbol für einen erneuten Wandel in der Kultur.
Begleitschau zur Kulturhauptstadt-Ausstellung „HELDEN. Von der Sehnsucht nach dem Besonderen“, LWL-Industriemuseum Henrichshütte Hattingen (12.3. bis 31.10.2010)
Nach Westen. Zuwanderung aus Osteuropa und ins Ruhrgebiet
10.6. bis 28.10.2012
Eröffnung: So, 10.6., 11 Uhr
Die Zuwanderung aus dem Osten Europas in das Ruhrgebiet hat eine lange Tradition. Die "Ruhrpolen" aus den ehemaligen polnischen Gebieten prägten Ende des 19. Jahrhunderts wesentlich Kultur und Alltag im Ruhrgebiet. Die Demokratisierung in Osteuropa und der Zerfall des Ostblocks brachten seit Ende der 1980er Jahre zahlreiche Auswanderer, Flüchtlinge, Vertriebene und Spätaussiedler in die Region tief im Westen. So unterschiedlich ihre Motive auch waren - gemeinsam ist ihnen die Erfahrung in den sozialistischen Staaten und das Ziel ihrer Auswanderung: Das Ruhrgebiet. Die Ausstellung "Nach Westen" zeigt die Geschichte und Gegenwart der Zuwanderer aus Polen, den ehemaligen Staaten der Sowjetunion und aus dem ehemaligen Jugoslawien. Sie entstand in Kooperation mit Studierenden des Seminars für Slavistik/Lotman-Institut der Ruhr-Universität Bochum.