Zur Ausstellung ist ein wissenschaftlicher Begleitband mit Katalogteil erschienen:
Dagmar Kift, Dietmar Osses (Hg.): Polen - Ruhr. Zuwanderungen zwischen 1871 und heute (= LWL-Industriemuseum Quellen und Studien Band 14), 164 S., zahlreiche, meist farbige Abbildungen. Klartext Verlag Essen, ISBN 3-89861-851-X.
Das Buch kostet 14,90 EUR und ist in den Museumsshops des LWL-Industriemuseums sowie über den Buchhandel erhältlich.
Den Abschluss der Ausstellung bildete der Blick in die Gegenwart und Zukunft der Polen im Ruhrgebiet. Vier Videostationen eines Jugendprojekts des LWL-Industriemuseums mit dem Jugendförderkreis Dortmund und dem Städtischen Jugend– und Medienhaus "inpoint" in Bochum-Langendreer gaben einen Einblick in den deutsch-polnischen Alltag der Nachfolgegeneration der Spätaussiedler. Hier zeigten die Jugendlichen ihr Selbstverständnis, berichteten von Vorurteilen und äußerten ihre Wünsche für die Zukunft im zusammenwachsenden Europa.
Zur Ausstellung gab es für die Besucher ein umfangreiches Begleitprogramm.
Nach Westen. Zuwanderung aus Osteuropa und ins Ruhrgebiet
10.6. bis 28.10.2012
Eröffnung: So, 10.6., 11 Uhr
Die Zuwanderung aus dem Osten Europas in das Ruhrgebiet hat eine lange Tradition. Die "Ruhrpolen" aus den ehemaligen polnischen Gebieten prägten Ende des 19. Jahrhunderts wesentlich Kultur und Alltag im Ruhrgebiet. Die Demokratisierung in Osteuropa und der Zerfall des Ostblocks brachten seit Ende der 1980er Jahre zahlreiche Auswanderer, Flüchtlinge, Vertriebene und Spätaussiedler in die Region tief im Westen. So unterschiedlich ihre Motive auch waren - gemeinsam ist ihnen die Erfahrung in den sozialistischen Staaten und das Ziel ihrer Auswanderung: Das Ruhrgebiet. Die Ausstellung "Nach Westen" zeigt die Geschichte und Gegenwart der Zuwanderer aus Polen, den ehemaligen Staaten der Sowjetunion und aus dem ehemaligen Jugoslawien. Sie entstand in Kooperation mit Studierenden des Seminars für Slavistik/Lotman-Institut der Ruhr-Universität Bochum.