Lokomobile waren besonders in der deutschen Land- und Forstwirtschaft weit verbreitet. Die mobilen, aber nicht selbstfahrende Dampfmaschinen wurden mit Pferden auf die Felder, in Wälder oder Steinbrüche gezogen und dort aufgestellt.
Transmissionsriemen aus Leder verbanden die Lokomobile mit Geräten wie Dreschmaschinen, Sägen oder Steinbrecher.Gut ein Jahrhundert lang hatte die Dampfkraft in der Landwirtschaft große Bedeutung. Den britischen Firmengründern Aveling und Garrett gelang um 1850 der entscheidende Durchbruch bei der Entwicklung handhabbarer Dampftraktoren. Die größten Maschinen wurden paarweise zum Pflügen eingesetzt, wobei der stählerne Pflug mit einem Drahtseil zwischen den beiden Pflügen gezogen wurden. Traktoren dienten zum Antrieb von Sägewerken oder Dreschmaschinen sowie Zugmaschinen für Transporte.