Spezielle Führungen für Hörende, Gehörlose und Schwerhörige finden an jedem 4. Samstag im Monat abwechselnd an den Standorten des LWL-Industriemuseums statt. Wann die nächste Führung im TextilWerk Bocholt stattfindet, können Sie dem Programm entnehmen. Die einstündigen Führungen sind für Museumsbesucher kostenlos.
Durch das Betrachten eines vergrößerten Luftfotos vom Museum können sich die Schülerinnen und Schüler einen Überblick über die Textilfabrik verschaffen. Als Einstieg zum Thema Weben erhält jeder ein Jutestückchen, das er untersucht und Fäden herausziehen kann. Gemeinsam wird erarbeitet, dass man das Verkreuzen von Fäden Weben nennt.
2.) Standort Websaal:
Handwebstuhl – Mechanischer Webstuhl
Die Schülerinnen und Schüler erkunden zunächst den Handwebstuhl im Foyer und beschreiben einzelne Bauteile. Um das Weben selbst auszuprobieren, setzen sie sich um den Pädagogik-Webstuhl in den Websaal. Unter Anleitung der Pädagogin trägt jede Schülerin und jeder Schüler einige Schußfaden mit dem Handschiffchen in das Gewebe ein. Um auch die maschinelle Stoffproduktion erfahrbar zu machen kommt der Weber des Museums hinzu. Er stellt sich vor und führt einen einfachen Webstuhl, auf dem kariertes Grubentuch produziert wird, vor. Am Muster des Stoffes läßt sich gut erkennen, wie schnell die Maschine webt. Der Weber erklärt seine verschiedenen Aufgaben. Auf dem Weg durch den Websaal werden verschiedene Stoffmuster, die an einzelnen Webstühlen befestigt sind, betrachtet und auch ihre Oberfläche ertastet. So erfahren die Schülerinnen und Schüler die unterschiedlichen Qualitäten, die sie auch im Alltag kennen, so wie etwa Frottier, Jutegewebe oder auch Grubentuch. Zum Abschluß stellt der Weber acht Webstühle gleichzeitig an, die den Schülerinnen und Schülern ein eindrucksvolles Bild der Arbeitsbedingungen mit starker Lärmbelastung, Staub und gebückter Arbeitshaltung vorführen. Im Anschluß hat jeder Teilnehmer die Gelegenheit, ein eigenes Musterbuch mit sechs unterschiedlichen Stoffmustern zusammenzustellen und auch mit nach Hause zu nehmen.
3.) Standort Maschinenhaus:
Die Schülerinnen und Schüler verfolgen die sich drehenden Transmissionswellen im Websaal bis in das Maschinenhaus, wo sie beim Betreten die sich drehende gewaltige Dampfmaschine erkennen. Sie sehen den Maschinisten, der diese Dampfmaschine geölt und gepflegt hat und auch sehr viele Werkzeuge benutzte. Durch Reiben der Hände wird den Schülern gezeigt, dass durch Reibung Wärme erzeugt wird. Damit die Maschine nicht zu heiß wird, muss sie geölt werden. Die Schüler erkunden die entsprechenden Werkzeuge und testen auch deren Gewicht.
4.) Standort Kesselhaus:
Der Dampfkessel: Um zu erfahren, wo der Dampfdruck für die Maschine erzeugt wird, betrachten die Teilnehmer den Dampfkessel. Mit Hilfe eines Modells wird erläutert, womit der Dampf erzeugt werden kann: Wasserkessel, Wasser, Kohle und Feuer. In einer Abschlußrunde wird das gemeinsam Erlebte und Erarbeitete noch einmal kurz zusammengefaßt. Jeder zeigt sein Musterbuch, welches er mit nach Hause nehmen darf. Text und Idee: Agnes Schilderink
TextilWerk Bocholt I Spinnerei
Die erste Saison in unserer Spinnerei ist zu Ende. Zwischen September und November haben rund 16.000 Menschen Ausstellungen und Veranstaltungen in unserem Kulturforum besucht. Die neue Spinnerei-Saison mit täglichen Öffnungszeiten startet am 18. März 2012.
Für Veranstaltungen wie den Vorstellungen der Bühne Pepperoni öffnet das Haus auch in den Wintermonaten seine Türen. Mehr Informationen auf der Seite der Spinnerei.