Die Kinder führen die einzelnen Verarbeitungsschritte selbst durch: Benetzen der Wolle, Färben und Trocknen unter Berücksichtigung der Wollbeschaffenheit. Im Anschluss an eine kurze Frühstückspau-se erfahren die Kinder, wie die Wolle für den nächsten Verarbeitungsprozess, das Spinnen vorbereitet wird. Sie lernen spielerisch den Umgang mit der Handspindel und können das selbstgesponnene Knäuel Wolle mit nach Hause nehmen. Nach der Arbeit mit der Handspindel lässt sich die Arbeitsweise des Spinnrades leicht erklären und verstehen. Jedes Kind probiert nun selbst das Spinnen am Spinnrad aus.
3. Weben
Nach einer kurzen Erläuterung über das Weben und seine historische Entwicklung lernen die Schüle-rinnen und Schüler an zwei großen Webrahmen das Weben. Jedes Kind nimmt mehrere Schussein-träge vor. Anschließend lässt sich das Erlernte durch Weben von Bildern mit unterschiedlichen Mate-rialien auf Webkarten, Webrahmen oder auch Kaninchendraht vertiefen. Ihrer Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt.
4. Museumspädagogisches Programm von der Arbeit des Webers
Auf dieser Entdeckungsreise durch die ‚Museumsfabrik’ erforschen die Schülerinnen und Schüler die Veränderung der Arbeit des Webers durch die Mechanisierung seines Arbeitsplatzes. An einem Handwebstuhl erproben sie den Webvorgang und vergleichen vor einem laufenden mechanischen Webstuhl den Arbeitsplatz eines Handwebers mit dem eines Fabrikwebers. Bei diesem Vergleich von Handwerk und Fabrikarbeit erkennen die Schülerinnen und Schüler in der Mechanisierung ein Merk-mal der Industrialisierung. Die Schülerinnen und Schüler sind in jeder Lehreinheit gefordert, sich aktiv einzubringen. Sie können je nach Schwerpunktsetzung eine Mappe über das Gesamtprojekt erstellen.
Dauer: ca. 2 Stunden pro Lehreinheit
Kosten: 45 € pro Lehreinheit für die museumspädagogische Betreuung, 25 € für den Schafscherer
Die Einheiten 2 und 3 können auch kombiniert werden oder nach einer kleinen Einweisung von den Lehrkräften in der Schule übernommen werden. Gern wandeln wir die Zusammenstellung der einzelnen Einheiten nach Ihren individuellen Wünschen ab. Unser Museumspersonal berät Sie gerne. Für das selbst mitgebrachte Picknick bieten wir auch bei schlechtem Wetter die passenden Räumlichkeiten.
TextilWerk Bocholt I Spinnerei
Die erste Saison in unserer Spinnerei ist zu Ende. Zwischen September und November haben rund 16.000 Menschen Ausstellungen und Veranstaltungen in unserem Kulturforum besucht. Die neue Spinnerei-Saison mit täglichen Öffnungszeiten startet am 18. März 2012.
Für Veranstaltungen wie den Vorstellungen der Bühne Pepperoni öffnet das Haus auch in den Wintermonaten seine Türen. Mehr Informationen auf der Seite der Spinnerei.