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„Gruß aus Lütgendortmund" - heißt des auf einer Ansichtskarte
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Orte der Einkehr und des Gebets
Kirchen, Synagogen, Bethäuser und Friedhöfe im Spiegel der Ansichtskarte
9.9. bis 4.11.2007
Zum Tag des Offenen Denkmals zeigt das LWL-Industriemuseum in der GALERIE INDUSTRIEARBEIT auf Zeche Zollern II/IV ab Sonntag, 9.9., eine Studio-Ausstellung zur Kirchen- und Kirchbaugeschichte Dortmunds und des Ruhrgebiets. Präsentiert werden 150 historische Ansichtskarten aus der Sammlung des Museums des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL), die weit mehr als 25.000 Karten umfasst.
„Der Schwerpunkt der Ausstellung liegt auf dem Dortmunder Stadtgebiet. Vorgestellt werden die vier großen Innenstadtkirchen, aber auch die ehemaligen Dorfkirchen in den Vororten“, so Dr. Thomas Parent vom LWL-Industriemuseum. Die Auswahl berücksichtigt die evangelische Kirche von Brechten mit ihrer berühmten spätgotischen Ausmalung. Die „Wittekind-Kirche“ auf der Syburg wird auf einer Karte nicht ganz zu Recht als „älteste Kirche Westfalens“ gefeiert. In Aplerbeck wurde die mittelalterliche Georgskirche jahrzehntelang dem Verfall preisgegeben, nachdem die evangelische Gemeinde um 1870 eine weiträumige neugotische Kirche in Funktion genommen hatte. Erst 1928 erinnerte man sich dort wieder der „Ruinenkirche“ und restaurierte sie als „Michaelsbau“. Eine große Zahl von Karten zeigt den Kirchbau des Industriezeitalters, unter anderem die neugotische Liebfrauenkirche im Westviertel mit ihrem kunstvollen Spitzhelm aus Ziegelmosaik, die Annakirche an der Rheinischen Straße oder die Jugendstilkirche in Dotmund-Marten.
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„Zigeunerhochzeit“ – Werbekarte für eine etwas ungewöhnliche Veranstaltung „zum Besten der Ausschmückung der Kreuzkirche“ im Kreuzviertel, 1921.
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In einem „Rundblick über das Ruhrgebiet“ werden auch Kirchenkarten aus anderen Städten des Reviers präsentiert. Hervorzuheben ist dabei die expressionistische Heilig-Kreuz-Kirche in Gelsenkirchen, sicherlich der spektakulärste Sakralbau des Ruhrgebiets im 20. Jahrhundert. Infolge der Finanzkrise im Ruhrbistum Essen wurde diese Kirche vor wenigen Wochen als Gotteshaus aufgegeben.
Historische Ansichtskarten von Synagogen sind heute sehr selten. Die Ausstellung berücksichtigt Bauwerke aus Mülheim, Essen, Dortmund und Dortmund-Hörde. Die prächtige Dortmunder Synagoge wurde 1938 bereits mehrere Monate vor der Reichspogromnacht abgerissen; ihre Orgel war zuvor von der katholischen St.-Gertruds-Gemeinde angekauft worden. „In Essen blieb der monumentale Kuppelbau, der als größte und schönste Synagoge Deutschlands galt, trotz Brandschäden während des Novemberpogroms von 1938 und Bombenschäden im Zweiten Weltkrieg in seiner Grundsubstanz bis heute erhalten und dient seit 1980 als Gedenkstätte und Dokumentationszentrum“, erzählt Parent.
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Neben bergmännischen Gebetsräumen zeigt die Ausstellung schließlich auch Trauerzüge anlässlich der Beerdigung von Bergleuten nach Schlagwetterkatastrophen. Zu sehen sind Ansichtskarten aus Hamm (Zeche Radbod, 1911), Bochum-Gerthe (Zeche Lothringen, 1912), Herne (Zeche Mont Cenis) und Dortmund, wo zwei Ansichtskarten von 1921 einen Trauerzug vor dem Panorama der Zeche Kaiserstuhl dokumentieren.
Eröffnung: 9.9., 11 Uhr
Begleitende Veranstaltungen zur Ausstellung finden Sie auf der Terminseite der Zeche Zollern.
Öffnungszeiten: Di- So 10 – 18 Uhr Ausstellungsort: LWL-Industriemuseum Zeche Zollern – Alte Werkstatt Grubenweg 5, 44388 Dortmund |
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