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Die Knappen
Im ursprünglichen Wortsinn ein "Edelknecht", bezeichnet "Knappe" seit langem den Bergmann unter Tage. Die Organisation der "Knappschaften" bildete bereits vor 250 Jahren eine funktionierende Form der Sozialversicherung. Knappschaftskassen, in die Bergwerksbesitzer und Bergleute gemeinsam einzahlten, übernahmen fallweise die Kosten für ärztliche Behandlung und unterstützten die Familien der Berginvaliden.
 
Knappenvereine
Die stürmische Industrialisierung des Ruhrreviers seit Mitte des 19. Jahrhunderts veränderte in dramatischer Weise die Lebensverhältnisse der Bergleute. Der Staat zog sich allmählich aus der Leitung der Bergewerke zurück, Privilegien der Bergleute wurden abgeschafft. Angesichts ihrer lebensgefährlichen Arbeit gründeten sie vermehrt eigene Vereine zur materiellen Absicherung bei Krankheit und Unglücksfällen. Die Knappenvereine hatte zudem das Ziel, das überkommene Standesbewusstsein der Bergleute zu bewahren, Geselligkeit und Kameradschaft zu pflegen.
 
Traditionspflege
Getreu dem Motto "Nicht Asche aufbewahren, sondern die Flamme am Leben erhalten!" zeigen die Knappenvereine bis heute die historische Verbindung harter Arbeit mit solidarischer Verbundenheit und froher Geselligkeit. Die einheitliche Tracht aus Knappenkittel und Schachthut und die individuell gestalteten Vereinsfahnen werden bei Versammlungen und Festen mit Stolz getragen.
 
Ausstellungseröffnung
In diesem Jahr eröffnet das Museum am Knappentag seine neue Ausstellung "Der Weg in die Tiefe". Sie ist der schweren Arbeit der Bergleute in den Stollen und Schächten der Zeche Nachtigall gewidmet. Rund um Schacht Herkules sind zahlreiche Zeitzeugnisse, Bilder und Objekte aus dem 19. Jahrhundert in Szene gesetzt.