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Karl Manfred Rennertz in der Aussetllung im Hafengebäude.
Atelier.Industrie: Wasser.Feuer.Holz

„Wasser.Feuer.Holz“ im Schiffshebewerk Henrichenburg
Ausstellungspremiere für das Hafengebäude


Eine Premiere im doppelten Sinne feiert der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) am Freitag, 9. Mai, in seinem Industriemuseum Schiffshebewerk Henrichenburg: An diesem Tag wird die Ausstellung „Wasser.Feuer.Holz“ mit Skulpturen des Bildhauers Karl Manfred Rennertz eröffnet und damit das Hafengebäude am Oberwasser erstmals zugänglich. „Wir sind sehr froh, zunächst das Erdgeschoss des Gebäudes als Raum für Sonderausstellungen nutzen zu können und hoch erfreut, mit Karl Manfred Rennertz gleich einen international renommierten Künstler zur ersten Ausstellung begrüßen zu können“, erklärte Museumsdirektor Dirk Zache heute in Waltrop.

„Wasser.Feuer.Holz“ (10.5. – 31.7.08) ist die fünfte Station des Zyklus „Atelier.Industrie“, der den Künstler an alle acht Orte des LWL-Industriemuseums führt. Im April hatte Rennertz in Waltrop mit der Kettensäge an seinen Boots-Skulpturen gearbeitet. Als Rohmaterial dienten ihm 70 Jahre alte Lindenstämme, die im Januar letzten Jahres auf der Zeche Zollern in Dortmund dem Sturm zum Opfer gefallen waren. Schon in der Zentrale des LWL-Industriemuseums hatte der Bildhauer aus Baden-Baden mit den alten Baumstämmen gearbeitet.
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Eins der "Drei Boote von Zollern" (2007), die im Juni am Schiffshebewerk Henrichenburg als brennende Skulpturen zu Wasser gelassen werden.
Im Schiffshebewerk durchleben einige Skulpturen eine weitere Verwandlung: In einer Performance während der „ExtraSchicht“ am 21. Juni wird Rennertz fünf Holzboote als brennende Skulpturen zu Wasser lassen. „Meine Boote sind klein, ihr Feuer aber wird in der Nacht stark leuchten und mächtig sein. Feuer an Bord, eine der größten Gefahren für Seeleute, wird hier zum nächtlichen Spiel und soll mit Licht- und Schattenbewegung die riesigen Leiber der Binnenschiffe romantisch erwecken“, so der Künstler. Neben den jüngsten Arbeiten werden in Waltrop auf dem Freigelände am Oberwasser und im Hafengebäude auch ältere Werke des Bildhauers gezeigt.

Das Hafengebäude, das das LWL-Industriemuseum künftig nicht nur für Sonderausstellungen, sondern auch für Veranstaltungen und Museumspädagogik nutzen will, ist in Teilen ein ehemaliger Lagerschuppen des Remscheider Bahnhofs von 1906. Mit Mitteln des Landes NRW wurde er ins Industriemuseum transloziert und am Oberwasser des Schiffshebewerk wieder aufgebaut bzw. rekonstruiert. Die Baumaßnahmen sollen im Herbst abgeschlossen sein fest steht aber schon jetzt: „Das Gebäude passt hervorragend in unsere Hafenszenerie aus der Zeit zwischen 1900 und 1950,“ so Museumsleiter Herbert Niewerth.

Zur Ausstellung gibt es sechs thematische Radtouren unter dem Motto „Mit dem Fahrrad Industriegeschichte und Kunst erfahren“. Alle starten am Schiffshebewerk, dauern jeweils von 11 bis 18 Uhr und enden mit der Ausstellungsbesichtigung im Hafengebäude.




 
Karl Manfred Rennertz bei der Arbeit im Atelier.Industrie.
Die Termine:
So, 11.5. Radtour zur Zeche Zollern in Dortmund mit Führung
Do, 22.5. Radtour zur Kokerei Hansa in Dortmund mit Führung
So, 8.6. Radtour am Rhein-Herne-Kanal zum Umspannwerk Recklinghausen
mit Führung im Museum Strom und Leben
So, 29.6. Radtour am Dortmund-Ems-Kanal zum Dortmunder Hoesch-Museum
mit Führung


So, 13.7. Radtour am Dortmund-Ems-Kanal zum Dortmunder Brauerei-Museum
mit Führung
So, 27.7. Radtour am Dortmund-Ems- und Wesel-Datteln-Kanal
zur Schleuse Flaesheim, Haltern


Karl Manfred Rennertz – Biografie

Karl Manfred Rennertz, 1952 in Eschweiler im Rheinland geboren und in Langerwehe zwischen Düren und Aachen aufgewachsen, stammt aus einer Familie von Töpfern. Er studierte an der Düsseldorfer Kunstakademie bei Professor Alfonso Hüppi und war Stipendiat der Villa Massimo in Rom. Seit fast 30 Jahren arbeitet er national und international als freier Bildhauer. Arbeitsaufenthalte führten ihn unter anderem nach New York, New Delhi, Luxor, Rom und Salzburg. Rennertz hatte zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland und erhielt viele Preise und Auszeichnungen für seine künstlerische Arbeit, die der zeitgenössischen Bildhauerei wichtige Impulse gab. Nach Gastprofessuren in Bremen und Pforzheim hat er seit 2004 eine Professur für plastisches Gestalten an der Fachhochschule in Detmold. Er lebt und arbeitet in Baden-Baden und Zürich.

Weitere Informationen zu Karl Manfred Rennertz finden Sie auf seiner Homepage.
 

Einen Überblick über bereits gezeigte Sonderausstellungen im LWL-Industriemuseum Schiffshebwerk Henrichenburg finden Sie hier!
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