Formen, Schmelzen, Gießen, Putzen – seit September 1997 sind die zentralen Ar-beitsschritte des Gießens im LWL-Industriemuseum Henrichshütte Hattingen erfahrbar. Vier Jahre nach Schließung der Stahlgießerei der Henrichshütte, die zuletzt zu den Vereinigten Schmiedewerken (VSG) Hattingen gehört hatte, gründeten ehemalige Former und Modellschreiner eine Schaugießerei im Hattinger Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL). Seitdem vermitteln sie den Museumsgästen das Prinzip des Formens und die Faszination des Gießens. In einem Elektroschmelzofen wird Aluminium, in einem Koksofen mit Bronze und Eisen experimentiert. In Handarbeit entstehen Modelle aus Holz und Gussformen aus Sand. „Auf der Hütte“ wird wieder gegossen – wenn auch nicht mehr Tonnen, sondern nur Kilogramm.
Die Schaugießerei wird von Mitgliedern des
Fördervereins Industriemuseum Henrichshütte betrieben und ist jeden Mittwoch von März bis November in Betrieb. „Reinschauen“ ist – bis auf den Museumseintritt – kostenlos. Vorführungen für angehende Ingenieure, eine „Formerlehre“ für Schüler, Kindergeburtstage ... die ehemaligen Hüttenwerker machen (fast) alles mit. Die Angebote dauern circa anderthalb bis zwei Stunden und kosten zwischen 60 und 100 €, plus Eintritt.