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Ruhrrevier / Ruhrgebiet - Abgelichtet und abgemalt
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So, 13.5. bis So, 17.6.
Fotografien von Manfred Vollmer und Arbeiten von Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums Waldstraße in Hattingen.
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Fotografie – Manfred Vollmer
Alles begann 2005 mit der Veröffentlichung von „Bilderbuch Ruhrgebiet“ (Klartext-Verlag). Manfred Vollmer, Folkwang- Schüler von Otto Steinert, hat als freier Fotograf den Strukturwandel vom Ruhrrevier zum Ruhrgebiet begleitet. Als Grenzgänger zwischen Reportage und Ästhetik wird Vollmer seit Jahren als profunder Kenner der Industriekultur geschätzt. In seinem Bildband eint er historische Zeugnisse der Arbeitswelt Ruhrrevier mit aktuellen Fotografien eben dieser Anlagen, die heute als „Leuchttürme“, gar „Kathedralen“ der Industriekultur völlig neu interpretiert werden. Formale, nicht zuletzt ästhetische Kriterien werden heute an diese Industriebauten angelegt, nicht mehr Produktivität und Effizienz. Entsprechend anders präsentieren sich diese Anlagen heute. Und Vollmer lässt sich ganz auf diese neue, ästhetische Bilderwelt ein. Der Kohlenpott Ruhrrevier wandelt sich durch die Vollmer’sche Linse betrachtet in die „Bilderbuch“-Welt Ruhrgebiet.
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Malerei – Die „Klumpis“
Dem Charme dieser Fotografien erlagen auch rund zwanzig Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 10 und 17 Jahren. Seit zehn Jahren reifen unter der Leitung von Monika Schwarze und Christel Klumpian in der „Klumpi-Gruppe“ aus kleinen Künstlern immer wieder neue Talente heran, denen die Kunst zum Teil ihres Alltags wird. Den ersten gestalterischen Gehversuchen folgten bald ambitionierte Projektarbeiten mit zahlreichen Ausstellungen. Hier sollte es nun das Malen nach fotografischen Vorlagen sein. Manfred Vollmer war sofort begeistert von dieser Idee, musste er selbst noch als Schüler über das Thema referieren „Hat die Fotografie die Malerei befreit?“. Die Antwort hier Jahrzehnte später: Fotografie und Malerei interpretieren und sind somit beide ihrem Wesen nach Kunst – Kunst, die hier besonders gut zusammen funktioniert. Zu sehen sind dreiunddreißig großformatige Gemälde samt ihrer „fotografischen Modelle“. Sie nehmen uns mit auf eine Reise in ein Ruhrrevier, das zum Ruhrgebiet mutiert ist. Die Fotos zeigen inszenierte Artefakte, die aus ihrem industriellen Kontext herausgehoben, ja herausgelöst scheinen. Mit dem Schritt vom „Abgelichteten“ zum „Abgemalten“ erhöht sich völlig konsequent die Distanz zwischen Produktions-Welt und Kunst-Welt um ein Weiteres. „Ruhrrevier / Ruhrgebiet. Abgemalt / Abgelichtet“ hat in diesem Sinne mehr zu sagen als ein Nebeneinander von Foto und Gemälde.
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