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Foto: Vollmer
Arbeiter beim Angießen in der Gießwalzanlage, ThyssenKrupp Stahl AG, Duisburg, 2003. Foto: Vollmer
Prometheus. Feuer im Revier

Fotografien von Manfred Vollmer

15.2. bis 12.10.2008


32 großformatige Farbfotografien zeigen die verschiedenen Facetten des Feuers: in der ursprünglichen Form, als züngelnde Flammen, als Kraft, die vom Menschen gezähmt wird - als Schmiedefeuer bei der Werkzeugherstellung oder als gleißende Glut des Stahlabstichs – und aktuell in der Form von Feuerspektakeln vor Hochöfen, Kokereien oder Fördertürmen.

Manfred Vollmer versteht die Geschichte des antiken Helden, der den Menschen erschaffen und ihm das Feuer gebracht hat, auch als Parabel auf die Industriegesellschaft: „In der Mythologie beschwor der Titan mit seiner gestohlenen Gabe an die Menschheit den Zorn der Götter und brachte damit neben dem Wohl auch das Übel in die Welt. Auch als Antriebskraft der Industrialisierung hat das Feuer in der Folgen für die Menschheit eine nicht nur segensreiche Entwicklung angefacht.

Manfred Vollmer hat als "Fotograf des Ruhrgebiets" seit über 30 Jahren Arbeitswelt und Strukturwandel des Reviers fotografisch begleitet und dokumentiert. Der Absolvent der Folkwangschule Essen und Schüler von Prof. Otto Steinert erhielt 1979 den ersten Preis des World Press Photowettbewerbs in der Kategorie "News Picture Stories". Seine Arbeiten sind in bedeutenden nationalen und regionalen Museen und Sammlungen vertreten.
Mehr Informationen hier!
 
Prometheus-Vortrag als Download
Im Rahmenprogramm zur Ausstellung hielt Monika Schmitz-Emans von der Ruhr-Universität Bochum am 28. März 2008 im Museum einen Vortrag über Prometheus, den Sie als einen der "ambivalentesten Gestalten des an zwielichtigen Vertretern reichen Personals der antiken Mythenwelt" bezeichnet. Diesen Vortrag, der großen Anklang bei der Abendveranstaltung im Museum gefunden hatte, stellt die Professorin für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft hiermit allen Interessierten gerne als pdf-Datei zur Verfügung.
 
Zum Download des Vortrags bitte klicken Sie hier!
 
Ein Schmied bei der Arbeit Foto:LWL
Neue Ausstellung zum „Alten Eisen“

Vom Rennfeuer zum Hochofen im LWL-Industriemuseum

18.5. - 24.8.2008


Eisen gilt als der Werkstoff unserer Geschichte. Mit ihm gestalten Menschen ihre Welt – als Schmuck, Werkzeug oder Waffe. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) zeigt in Hattingen die Ausstellung „Altes Eisen. Vom Rennfeuer zum Hochofen“, die von den Universitäten Kiel und Münster entwickelt wurde. Im LWL-Indusriemuseum Henrichshütte geht es bis zum 24. August auf archäologische Spurensuche nach diesem Stoff, der unsere Geschichte seit 6.000 Jahren prägt.

„Altes Eisen“ schlägt den Bogen von der Prähistorie über die antike Sagenwelt bis hin zur nordischen Eisenverhüttung. Sie zeigt den Weg vom Erz zum Metall und weiter vom Metall zum geformten Produkt. Gegenüber gestellt werden moderne Hochöfen des Industriezeitalters wie etwa Hochofen 3 der Henrichshütte mit einfachen Rennöfen, wie sie noch vor wenigen Jahrzehnten in Afrika zur Anwendung kamen. Modelle und Experimente laden zum Ausprobieren ein. „Vor Ort“ geht der zweite Teil der Ausstellung. Sie dokumentiert die traditionsreiche Eisenverhüttung im Sauer- und Siegerland bis zum Beginn der Moderne.
 
Stahl & Eisen

Ein großes Thema kompakt und kompetent dargestellt, Raum an Raum mit der Eisengießerei – zur Feier des Tages hat sich das Industriemuseum ein Stahl & Eisen-Programm einfallen lassen. So bietet das Museum ab 11 Uhr stündlich Führungen auf dem neuen „Weg des Stahls“ über das Hüttengelände an. Um 15 Uhr eröffnen Marlene Lubek, stellvertretende Vorsitzende der Landschaftsversammlung, und Ausstellungs-Kurator Michael Overbeck die Ausstellung. Unterstützt werden sie dabei musikalisch von der „Klangschmiede Langenberg“ sowie handfest vom Förderverein, der an diesem Nachmittag Eisen gießt und Stahl schmiedet.

„Was bisher geschah“

„Die Ausstellung zeigt die eiserne Geschichte bis zum Beginn der Industrialisierung“, erläutert Museums-Kuratorin Andrea Hubert, „sozusagen die Vorgeschichte, die es brauchte, damit es so etwas wie die Henrichshütte überhaupt geben konnte.“ Dafür werden in Hattingen erstmals zwei Ausstellungen gemeinsam gezeigt, die sich dem Thema „Eisen“ aus unterschiedlichen Blickwinkeln nähern. Die Universität Kiel reist in ihrem Beitrag durch Zeit und Raum, immer dem Eisen auf der Spur. Die Reise führt in den Orient, nach Skandinavien, nach Afrika.

Die Dokumentation der Universität Münster zeigt hingegen die Ergebnisse jahrzehntelanger Forschungen zum Eisen in südlichen Westfalen. Michael Overbeck, Ausstellungs-Kurator von der Universität Münster, freut sich auf das gemeinsame Projekt mit dem Hattinger Museum: „Wir wollen hier dauerhaft die vorindustrielle Geschichte des Eisens zeigen. Hattingen ist als Mittler zwischen Südwestfalen und Ruhrgebiet sowohl historisch wie geographisch der ideale Standort für solch ein Projekt. Die Ausstellung ist ein erster Schritt in diese Richtung.“

Altes Eisen ist „in“ – Das Begleitprogramm

Das Thema Eisen ist hochaktuell – nicht nur in Wirtschaft und Produktion, wo weltweit Jahr um Jahr immer neue Rekorde aufgestellt werden. Auch die Auseinandersetzung mit der Geschichte dieses Werkstoffes ist allgegenwärtig: „Eiserne Zeiten“ wurden in Gliwice, Bendorf und Berlin gezeigt. In der Wendener Hütte geht es um die „Faszination Archäologie“ und in Oberhausen um einen „Industriearchäologischen Park Antony-Hütte“. Zur Wendener Hütte (11.6.) und auch nach Oberhausen (2.7.) führen im Begleitprogramm entsprechend Exkursionen, auch zur heimatlichen Isenburg (13.8.). Vorträge und Film-Programm runden das Angebot ab. Führungen durch die Ausstellung werden jeden Sonntag um 15 Uhr kostenfrei angeboten oder können nach Vereinbarung gebucht werden.

Mehr Informationen zur Geschichte der Eisenherstellung finden Sie hier!

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Einen Überblick über frühere Ausstellungen im LWL-Industriemuseums Henrichshütte in Hattingen finden Sie hier!
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