Zeche Zollern II/IV
Zeche Hannover
Zeche Nachtigall Witten
Altes Schiffshebewerk Henrichenburg
Henrichshütte Hattingen
Textilmuseum in Bocholt
Ziegelei Lage
Glashütte Gernheim
Angebote
Termine
Öffnungszeiten und Preise
Kontakt und
Anfahrt
Kultur --> Westf. Industriemuseum --> Zeche Hannover --> Geschichte --> Koepe-Förderung
 
zur Startseite WIM Zeche Zollern Zeche Hannover Zeche Nachtigall Witten Altes Schiffshebewerk Henrichenburg Henrichshuette Hattingen Textilmuseum Bocholt Ziegelei Lage Glashuette Gernheim Zur Startseite
 Home | Suche 
 
 
zurück   zurück
 
Die Koepe-Förderung
 
Friedrich Koepe (1835-1922)
Die Zeche Hannover erwies sich als Entwicklungszentrum für Spitzentechnologie. Neben zahlreichen Innovationen bei Kohlegewinnung und Transport war die Zeche federführend in der Entwicklung der Fördersysteme. 1877 setzte Bergwerksdirektor Friedrich Koepe erstmals eine Treibscheibe anstelle einer Seiltrommel ein. Ursprünglich wurde das Förderseil in nebeneinander liegenden Rillen auf eine Seiltrommel aufgezogen, die von der Dampfmaschine angetrieben wurde.
Der Vorstoß des Kohleabbaus in weitere Tiefen setzte allerdings immer wieder eine Verlängerung des Förderseils und eine Vergrößerung der Seiltrommel voraus.
 
Die Kosten und Umstände dieser Vorgehensweise wuchsen immens über die Möglichkeiten der Zeche Hannover hinaus. Die umständliche Förderung änderte sich ab 1877, denn nach der Umrüstung der Fördermaschine von der Seiltrommel zur Treibscheibe wurde auf Schacht I erstmalig nach dem Koepe-Prinzip Kohle gefördert.
 
Das Förderseil wurde fortan nicht mehr aufgewickelt, sondern bildete eine Schleife, wobei der obere Teil des Seils die Treibscheibe in der Maschinenhalle umschloss. Das Unterseil wurde jeweils unterhalb der beiden Förderkörbe abgebracht und verband diese miteinander.

Bei jeder Drehung der von der Dampfmaschine angetriebenen Treibscheibe bewegte sich das Förderseil nun mit. Durch die abwechselnde Drehung der Treibscheibe vorwärts und rückwärts hob sich ein Förderkorb während der andere sank.

Das neue Fördersystem eignete sich besser für hohe Belastungen bei der Förderung aus großen Tiefen als das herkömmliche Aufspulen der Förderseile auf eine Trommel.

Bis zur Jahrhundertwende entwickelte sich das Koepe-System weltweit zum Standard der Tiefbauzechen.