|
|
|
Fördermaschine der Zeche Hannover von 1893
|
Die Älteste Fördermaschine im Revier am Originalstandort
Herzstück der ehemaligen Zeche Hannover ist die Fördermaschine in der Maschinenhalle. Im Rahmen des Ausbaus der Zeche anno 1893 ließ Friedrich Krupp, Eigentümer der Zeche, eine neue, leistungsstärkere Fördermaschine einbauen.
Die in engem Geschäftskontakt stehende Firma Essener Union AG lieferte die Dampfmaschine als zweizylindrige Compoundmaschine mit 1500mm Hochdruck- und 1000mm Niederdruck-Zylinder.
1913 wurde die Fördermaschine von Trommel- auf Koepeförderung umgestellt. Diese Fördersystem hatte der damalige Zechendirektor Friedrich Koepe 1877 auf der Bochumer Zeche Hannover entwickelt. Bei einem weiteren Umbau wurde auch die Antriebstechnik der Dampfmaschine geändert: Der Hochdruckzylinder wurde durch einen 1000mm-Zylinder ersetzt. So wurde aus der ehemaligen Compoundmaschine nun eine Zwillingsmaschine mit zwei gleichen Zylindern.
Bis zur Stilllegung 1973 arbeitete die Fördermaschine einwandfrei. Nach jahrzehntelangem Stillstand und Vandalismusschäden restaurierte das LWL-Industriemuseum in den 1990er Jahren die Maschine. Seit 1995 läuft die Maschine im Vorführbetrieb, angetrieben von einem Elektromotor und gesteuert mit Druckluft statt Dampf. Zum Saisonauftakt 2005 wurde die Maschine grundlegend überholt und erstrahlt nun wieder in neuem Glanz.
|