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Ehemalige Bewohner der Häuser am Rübenkamp, 1999. Foto: Brigitte Krämer
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Von Stratenhoff bis Arslan. Die Bergarbeiterhäuser am Rübenkamp und ihre Bewohner 1895 bis 1995
So, 7.8. bis 30.10.2005
Mit Fotografien von Brigitte Krämer
Die Ausstellung zeigte den Alltag der Bewohner in privaten Erinnerungsfotos der 1950er und 60er Jahre. Eine Serie der Fotografin Brigitte Krämer gab Einblicke in das Leben der letzten Bewohner der Häuser um 1999. Das größte Ausstellungsstück war das Haus "Am Rübenkamp 6", das im Rahmen von Führungen nach der Restaurierung erstmals wieder zugänglich gemacht wurde.
Die Geschichte der drei Siedlungshäuser "Am Rübenkamp" und ihrer Bewohner spiegelte wichtige Etappen der Entwicklung der Region wider. 1891 vom Steiger Henrich Stratenhoff und anderen erbaut, dienten die Häuser nahe der Zeche Hannover zunächst als komfortables Eigenheim für leitende Bergleute und gewinnbringendes Vermietungsobjekt zugleich. Bis 1911 übernahm die expandierende Zeche die Häuser. Zunehmend fanden auch Zuwanderer aus Ostpreußen und Schlesien als Kostgänger in den Zechenhäusern Unterkunft.
Nach Beseitigung von Kriegsschäden zogen in den 1950er Jahren meist junge Familien in die renovierten Häuser. Sie bildeten über zwei Jahrzehnte eine enge Gemeinschaft.
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Die Häuser des LWL-Industriemuseums Am Rübenkamp im heutigen Zustand.
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Nach Stilllegung der Zeche Hannover 1973 vergab die Wohnungsverwaltung die schlicht ausgestatteten Häuser zunehmend zu günstigen Mieten an ausländische Mieter.
Bis 1999 wohnten die türkischen Familien Arslan, Can und Sevim in den mittlerweile abbruchreifen Häusern.
Vom LWL-Industriemuseum als einmaliges Ensemble vor dem Abbruch bewahrt und unter Denkmalschutz gestellt, wurden die Häuser in den letzten Jahren fachkundig restauriert.
Heute ergänzen sie das Industriedenkmal Zeche Hannover um den wichtigen sozialgeschichtlichen Aspekt des Wohnens im Schatten des Förderturms.
Begleitprogramm
So, 7.8., 11 Uhr
Ausstellungseröffnung
So, 28.8., 11-13 Uhr
Führung und Gespräch: Stratenhoff und andere. Bergarbeiterwohnen um 1900.
So, 25.9., 11-13 Uhr
Führung und Gespräch: Nicht nur -siks und -ceks. Flüchtlinge und Vertriebene im Ruhrbergbau der Nachkriegszeit.
So, 23.10., 11-13 Uhr
Führung und Gespräch: Arslan, Can und Sevim. Die türkischen Bewohner der Bergarbeitersiedlung "Am Rübenkamp".
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