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Foto: Holtappels, LWL
"Männliches und weibliches Gesicht" nennt Rennertz diese aktuellen, auf Lindenholz gemalten Arbeiten.
Atelier.Industrie

In Glas geschmolzen. In Holz gesägt.
Arbeiten von Karl Manfred Rennertz

11.11.2007 bis 13.1.2008


Hinter „Atelier.Industrie“. verbirgt sich ein Ausstellungszyklus mit Arbeiten von Karl Manfred Rennertz an allen acht Standorten des LWL-Industriemuseums. Die Glashütte Gernheim ist nach Lage und Dortmund die dritte Station: Unter dem Titel „In Glas geschmolzen. In Holz gesägt“ präsentiert der Künstler im historischen Glasmacherort an der Weser kleine gläserne Figuren neben gewaltigen Holzskulpturen. Sie geben Einblicke in das aktuelle, spannungsreiche Werk des international renommierten Bildhauers.
 
Foto: Holtappels, LWL
Eine Figur aus Glas von Karl Manfred Rennertz.

Seine Werke erschafft Rennertz in direkter Auseinandersetzung mit dem Material und mit den Orten, an denen sie entstehen. Glas stellte den Bildhauer, der vorwiegend mit Holz arbeitet, vor neue Herausforderungen.

Die farbigen Frauenfiguren entstanden in einem mehrstufigen Prozess. In seinem Baden-Badener Atelier schuf Rennertz zunächst aus Wachs Modelle von etwa 30 Zentimeter hohen weiblichen Torsi. Anhand dieser Modelle fertigten die Gernheimer Glasmacher Gipsformen an und füllten sie mit farbigem Glasgranulat aus. In einem mehrtägigen Aufheizprozess ließen sie das Glas schmelzen.

In der Ausstellung treffen die Figuren aus Glas auf jüngste Holzarbeiten des Bildhauers, die im Sommer im LWL-Industriemuseum Zeche Zollern in Dortmund entstanden.

Aus den Stämmen einer 80 Jahre alten Lindenallee, die dem Sturm „Kyrill“ zum Opfer zum Ofper gefallen war, schuf Rennertz mit Hilfe einer Kettensäge säulenartige Skulpturen, Boote und bemalte Objekte. Im nächsten Jahr wird der Bildhauer sein Atelier in weitere Standorte des LWL-Industriemuseums verlegen.
 
Foto: LWL
Karl Manfred Rennertz, aufgenommen während seiner Arbeit auf der Zeche Zollern.

Karl Manfred Rennertz, 1952 in Eschweiler im Rheinland geboren, studierte an der Düsseldorfer Kunstakademie bei Professor Alfonso Hüppi und war Stipendiat der Villa Massimo in Rom. Seit fast 30 Jahren arbeitet er national und international als freier Bildhauer. Arbeitsaufenthalte führten ihn unter anderem nach New York, New Delhi, Luxor, Rom und Salzburg. Rennertz erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen für seine künstlerische Arbeit, die der zeitgenössischen Bildhauerei wichtige Impulse gab. Seit 2004 hat er eine Professur für plastisches Gestalten an der Fachhochschule in Detmold. Er lebt und arbeitet in Baden-Baden und Zürich.

Weitere Informationen zu Karl Manfred Rennertz finden Sie auf seiner Homepage

Eröffnung: 11.11.2007, 11 Uhr
Öffnungszeiten: Di- So 10 - 18 Uhr
Ausstellungsort:
LWL-Industriemuseum Glashütte Gernheim
Gernheim 12, 32469 Petershagen
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