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Kaffeeservice fürs Picknick aus den 1950er Jahren.
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Jederzeit Kaffeezeit Kaffee ist Kultur
18. Juni bis 10. September 2006
Sein Duft liegt heute zu beinahe jeder Tages- und Nachtzeit in der Luft: der Kaffee, das Lieblingsgetränk der deutschen ist allgegenwärtig. Cappuccino, Latte Macchiato, Espresso und Milchkaffee: alles was das Genießerherz begehrt ist ständig und in großer Auswahl zu haben. Es ist nicht vorstellbar, dass Kaffee einmal ein seltener Luxus war. Davon erzählt die Ausstellung „Jederzeit Kaffeezeit“, die am Sonntag (18.6.) um 11 Uhr im Westfälischen Industriemuseum Glashütte Gernheim eröffnet wird.
Die Schau zeigt anhand von rund 200 Exponaten eine Kulturgeschichte der Kaffeezuberei-tung und des Kaffeegenusses. Von einer winzigen Thermos-Espressotasse über handbe-triebene und elektrische Kaffeemühlen, von einfachen Filterkannen bis hin zu italienischen Designer-Espressomaschinen reicht das Spektrum der Stücke, die verblüffende Einblicke in die Veränderung der Kaffeetrinkgewohnheiten aller sozialen Schichten und den Fortschritt der Kaffee-Haushaltstechnik geben.
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Kaffeemaschinen aus mehreren Jahrhunderten zeigt die Ausstellung in Gernheim
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Zwischen „Türken-Trunk“ und „Tchibo-Welt“ liegt die steile und schillernde Karriere des Kaffees. Wie diese Entwicklung vonstatten ging, wird in elf originellen Inszenierungen dargestellt: Kaffeetrinken zu Hause, beim Militär, in der Arbeiterkantine, bei der Mitropa, auf der Kreuzfahrtreise, beim Picknick, zu DDR-Zeiten. Anhand einzigartiger Geräte und seltener Porzellane tauchen Sie in die vielfältige Welt des Kaffees ein.
Das exotische Heißgetränk, das bis etwa 1715 nur einer kleinen Oberschicht vorbehalten war, wurde so im 18. Jahrhundert innerhalb weniger Jahrzehnte zum gängigen Getränk breiter Bevölkerungsschichten. Kaffeetrinken war zunächst Männersache. Nur sie durften die ersten Caféhäuser betreten. Später öffneten neben den Kaffee-Schenken auch Konditoreien. Sie boten neben Kaffee allerlei Naschwerk an, und waren bei Frauen beliebt. Kaffee war anfangs das Getränk der Oberschicht. Es wurde bei geselligem Zusammensein aus edlem Kaffee-Service genossen. Der regelmäßige Konsum daheim setzte sich langsam bei den Reichen durch.
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Kaffeeservice fürs Picknick aus den 1950er Jahren.
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Angehörige der Mittelschicht zogen später nach, etwa ab den Zwanzigerjahren des 19. Jahrhunderts. Die Mittelschichten gönnten sich den Kaffee an Feiertagen oder bei besonderen Anlässen. Leute aus der Unterschicht konnten sich kaum echten Kaffee leisten. Sie griffen auf den Kaffeeersatz Zichorie zurück. Geröstet wurde der Kaffee über dem Herd, mit Hilfe spezieller Röstgeräte. Die industrielle Kaffeeproduktion begann Ende des 19. Jahrhunderts.
Jederzeit Kaffeezeit ist eine Gemeinschaftsausstellung des Europäischen Industriemuseums für Porzellan Selb, des Museums im Schloss der Porzellanmanufaktur Fürstenberg und des Westfälischen Industriemuseums Glashütte Gernheim sowie der Kaffeehistorischen Sammlungen Tchibo.
Michael Funk, Leiter Westfälischen Industriemuseums Glashütte Gernheim, Thomas Krueger, Leiter des Museums im Schloss der Porzellanmanufaktur Fürstenberg sowie Marianne Schmitz-Neuland, Bürgermeisterin der Stadt Petershagen, eröffnen die Ausstellung.
Zur Ausstellung ist ein Katalog mit dem Titel: Kaffe privat. Porzellan, Mühlen und Maschinen erschienen (110 Seiten, zahlreiche Farbabbildungen). Der Katalog ist für 7,80 € im Museum erhältlich.
Für Kinder gibt es eine Kaffeerallye durch die Ausstellung.
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Begleitveranstaltungen
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20. August, 15 Uhr
Modernes Kaffeerösten
Stefan Bös vom Lemgoer „Cafe da Capo“ zeigt in der Ausstellung, wie er heute in seiner kleinen Kaffeerösterei seltene und kostbare Kaffeespezialitäten röstet.
20. August, 17 Uhr
Kaffeeseminar
Stefan Bös vom Lemgoer „Cafe da Capo“ führt Sie in die Welt des Kaffeeröstens und der kaffeezubereitung ein. Anmeldung erforderlich ! Teilnahmekosten 10 €
27. August, 15 Uhr
Porzellan schätzen
Thomas Sauerland vom Auktionshaus OWL in Bielefeld schätzt Ihre Porzellantassen und –kannen
3. September, 15 Uhr
Kaffeehandel
Fair gehandelt – Soziale Verbesserungen durch fairen Handel – Juliane Palm, Inforeferentin von El Poente, Nordstemmen, berichtet aus der Praxis
9. September, Mindener Museum, 18 und 21 Uhr
(im Rahmen der Mindener Nacht der Kultur)
Die Connewitzer Kaffeetütenmodenschau
Vier Jahrtausende Mode - Verrückte Modelle aus Kaffeverpackungen, vorgeführt von Mit-gliedern des Ovenstädter Karnevalsvereins.
10. September, 15 Uhr
Die Connewitzer Kaffeetütenmodenschau
Vier Jahrtausende Mode - Verrückte Modelle aus Kaffeverpackungen, vorgeführt von Mit-gliedern des Ovenstädter Karnevalsvereins
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