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"Was mich betrifft, so male ich aus Freude am Malen", sagte Rolf Wieder Ende der 1960er Jahre.
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Rolf und Lisa Wieder, Krefeld: Retrospektive II
16.12.2007 bis 2.3.2008
Der Textildesigner Rolf Wieder wäre in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass wird eine thematische Auswahl des fast vollständig an das Textilmuseum übergebenen Nachlasses des Ehepaares erstmals öffentlich gezeigt.
Im Jahr 1907 als Sohn des Textilentwerfers Rudolf Max Wieder und seiner Frau Sophie in Krefeld geboren, fängt Rolf Wieder schon früh an zu malen. Nach seinem Abitur 1927 beginnt er allerdings auf Wunsch der Eltern zunächst das Studium der Geschichte, Philosophie, Literatur- und Kunstgeschichte in Bonn, Heidelberg und Marburg. Seinen Neigungen entspricht dies nicht und so beginnt er nach einer Erkrankung 1935 das Studium an der Kunstakademie in Düsseldorf, wo er bald in die Klasse von Prof. Heinrich Nauen aufgenommen wird.
1938 heiratete Rolf Wieder Charlotte Schniewind, ein Jahr später werden die Zwillinge Beate und Georg geboren. Wieder beginnt die Arbeit im Atelier der Krefelder Färberstraße als freischaffender Maler und Graphiker. Dort hatten schon Vertreter der Künstlergemeinschaft Blauer Reiter und der Brücke gemalt.
Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs wird Wieder als technischer Zeichner dienstverpflichtet. Bei der Zerstörung des Elternhauses bei einem Bambenangriff 1943 erliegt sein Vater einem Herzschlag und fast alle seine Arbeiten gehen verloren. 1944 wird Wieder als Soldat einberufen, ab 1945 ist er wieder freischaffend.
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Im Nachlass der Textildesigner Rolf und Lisa Wieder befinden sich zahlreiche Musterentwürfe, Skizzen sowie Zeichnungen und Aquarelle.
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Nach seiner Scheidung heiratet er 1950 die Textildesignerin Lisa Wieder. Mit ihr richtet er ein Textilstudio für Musterentwürfe ein und reist vermehrt in den Süden Europas. Diese Reisen finden auch im Künstlerischen Schaffen ihren Niederschlag.
Mit seinem Tod 1975 hinterlässt Rolf Wieder ein umfangreiches Werk: zahlreiche Musterentwürfe, Zeichnungen, Drucke, Collagen und Frottagen, Aquarelle und Kordelbilder. Letztere sind als überzeugende Beispiele für Textilkunst für das Textilmuseum besonders interessant.
Nach einer Ausstellung im Jahr 1991 entsteht eine enge Verbindung zu Lisa Wieder, die den textilen und künstlerischen Nachlass dem Museum vermacht. In Museumsbesitz befindet sich seither ein vielseitiger Fundus an Musterentwürfen, Skizzen sowie Zeichnungen und Aquarellen. Retrospektive II zeigt eine thematische Auswahl dieses Nachlasses und fügt sich in die Reihe bereits gezeigter Ausstellungen zum textilen Werk Rolf und Lisa Wieders ein.
Eröffnung: So, 16.12., 11 Uhr
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