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Dauerausstellung
Auf einem Rundweg durch die Museumsfabrik können Besucher den langen Weg vom Faden bis zum fertigen Stoff an laufenden Maschinen verfolgen.
 
 
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Das Foyer

Im Foyer des Museums wird anhand eines Webstuhls die Technik des Handwebens erklärt.
 
Bei Führungen und museumspädagogischen Programmen dürfen die Besucher das Weben am Handwebstuhl selbst ausprobieren.
Das Kesselhaus

Das Kesselhaus dient der Erzeugung von Antriebsenergie für die Fabrik in Form von Dampf. So, wie es im Textilmuseum nachgebaut wurde, zeigt es einen Zustand, der für kleine Textilbetriebe um 1900 und teilweise noch bis in die 50er Jahre charakteristisch war. Der Kessel entspricht der einfachsten Form der Feuerung mittels Schaufel und Muskelkraft.
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Die Werkstatt umfasst neben Maschinen und Geräten für die Metallverarbeitung einen elektrotechnischen Bereich.
Die Werkstatt

Die Werkstatt diente der Wartung und der Instandhaltung der Maschinen und der gesamten Fabrik. Neben den Reparaturen wurden hier auch Neukonstruktionen und technische Verbesserungen entwickelt. Die Werkstatt hatte die besondere Aufgabe, den Betrieb soweit wie möglich von Fremdleistungen unabhängig zu machen.

Die Werkstatt der Museumsfabrik ist wie üblich in unmittelbarer Nähe des Kesselhauses und des Maschinenhauses in einem Raum untergebracht, der sich wegen der ungünstigen Beleuchtungsverhältnisse zu anderen Zwecken nicht eignen würde. Man betritt die Werkstatt durch eine Tür aus der ehemaligen Weberei Lühl in Gemen, wo sie den Zugang um Kesselhaus von 1894 ermöglichte.
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Für das Museum wurde das Maschinenhaus der Baumwollweberei Heuveldop, errichtet 1895 in Emsdetten, nachgebaut.
Das Maschinenhaus

Im Gegensatz zu den sehr schlichten und schmucklosen Produktionsräumen, ragen die Maschinenhäuser der Textilbetriebe durch gesteigerten architektonischen Aufwand und kunstvolle Verzierungen wie zum Beispiel farbige Bodenfliesen, Schablonenmalerei an den Wänden und pompöse Türen heraus. Denn in der Maschinenhalle befindet sich das "Herz der Fabrik", die Dampfmaschine, hierhin wurden Besucher geführt und die Fülle erhaltener Fotografien dokumentiert die besondere Aufmerksamkeit, die der "Kraftzentrale" im Gegensatz zum Kesselhaus oder gar zur Werkstatt gewidmet wurde. Entsprechend repräsentativ ist das Maschinenhaus des Museums eingerichtet.
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Hermann Tebrügge an der Konusschärmaschine.
Der Websaal

Die Produktionshalle des Textilmuseums ist - mit Abweichungen - ein Nachbau des alten Websaals der Weberei Gebr. Essing in Rhede. Mit 50 Webstühlen und 25 Webern hatte die Firma 1891 den Betrieb aufgenommen. Als die Gebäude der Firma im Februar 1985 abgerissen wurden, konnte das LWL-Industriemuseum die gußeisernen Säulen des Websaals von 1889/94 und - als Muster - einige hölzerne Dachbinder retten.

Anders als in den historischen Textilfabriken, die für die verschiedenen Produktionsbereiche eigene Räumlichkeiten aufweisen, werden im Museum alle Arbeitsschritte "vom Faden bis zum fertigen Stoff" in diesem Saal zusammengefasst.
 
Das Gebäude ist ein Nachbau einer sogenannten "Shedhalle" - die bis in die 50er Jahre für die Weberei typische Bauform. Das Charakteristikum der Shedhalle mit ihrer sägeförmigen Silhouette ist die Aneinanderreihung gleichförmiger, schuppenähnlicher Bauelemente (engl. shed = Schuppen). Die großen Glasfenster in den Dächern sind in der Regel nach Norden ausgerichtet, um für eine gleichmäßige Beleuchtung zu sorgen und eine Aufheizung des Inneraums durch Sonneneinstrahlung zu vermeiden. Die ebenerdige Shedhalle garantiert im Gegensatz zu mehrgeschossigen Bauten eine erschütterungsfreie Aufstellung der Maschinen.
 
Änne Bradler zeigt Besuchern die Funktionsweise eines Webstuhls.
Für den heutigen Betrachter ist nur noch schwer nachzuvollziehen, wie neu und ungewohnt die Fabrikanlagen des 19. Jahrhunderts und die Arbeit in ihnen war. Vor allem die massenhafte Reihung gleichartiger Arbeitsmaschinen und der Lärm, der von ihnen ausging, hinterließen einen gewaltigen Eindruck. Die 32 Webstühle der Museums können nur ansatzweise einen Eindruck von den Dimensionen riesiger Arbeitssäle mit Hunderten in Reih und Glied aufgestellter Webmaschinen vermitteln.
 
Im Kontor zeigt das Museum Mobiliar und Büroutensilien aus der Zeit der Jahrhundertwende.
Das Kontor

Das Kontor bezeichnet die Schreib- und Geschäftsstube eines Unternehmens. Hier wurden sämtliche kaufmännischen Arbeiten erledigt. Als umd die Mitte des 19. Jahrhunderts zahlreiche westfälische Textilfabriken gegründet wurden, bestand deren Kontor meist nur aus einem Raum. Wo sie nicht noch im Wohnhaus des Unternehmens untergebracht waren, gestatteten sie in der Regel den Blick in die Weberei.

Wie unser Museumskontor waren dies häufig zweistöckige Gebäude mit einem Privatkontor (dem Chefzimmer) im Obergeschoss und dem allgemeinen Kontor (Arbeitsplatz der Angestellten) im Erdgeschoss.
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Kräftige Obstbäume, dichter Efeu und üppige Weinreben umgeben mittlerweile die Arbeiterhäuser des Museums.
Das Arbeiterhaus

Das nach alten Plänen erbaute und vollständig möblierte Arbeiterhaus mit bewirtschaftetem Garten und Kleintierhaltung erinnert an die Lebenswelt der münsterländischen Textilarbeiter zur Zeit der Industrialisierung.

Mehr zum Arbeiterhaus hier.
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Im Dezember 2004 erwarb der LWL das Spinnereigebäude der ehemaligen Spinnerei- und Weberei Herding.
Das Projekt Herding

Die Erweiterung des Textilmuseums um den Gebäudekomplex der alten Spinnerei und Weberei Herding ist der nächste Schritt in dem Plan es zu einem der größten und bedeutendsten Textilmuseen Deutschlands auszubauen.

Mehr zum Projekt Herding hier.
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Öffnungszeiten:
Di–So 10–18 Uhr sowie an Feiertagen
Geschlossen vom 24.12.2007 bis 1.1.2008

Aktuelle Veranstaltungshinweise finden Sie auf der Terminseite des Textilmuseums in Bocholt.
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