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Von der Arbeit des Webers
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Für Schülerinnen und Schüler der Primarstufe Klasse 3 und 4
Gruppenstärke: max. 20 Kinder
Dauer: 1,5 Std.
1. Kurzbeschreibung des Programms
Das Programm "Von der Arbeit des Webers" soll als Einführungsprogramm ein erstes Kennenlernen des Museums ermöglichen. Dabei steht die Handlungsorientierung bestehend aus entdeckenden, gestaltenden, verstehenden und festigenden Formen der Schüler im Vordergrund. Sie erproben, beobachten, suchen, erkunden und vergleichen: Wie entsteht Stoff? Wie funktioniert ein Handwebstuhl, wie ein mechanischer Webstuhl? Wer arbeitete an diesen Maschinen?
Diese und andere Fragen zur Arbeit des Webers und seines Arbeitsplatzes werden angesprochen. Eine praktische Erprobung des Webvorganges am Handwebstuhl ermöglicht den Kindern, durch eigene Erfahrungen einen Einblick in die Grundzüge des Webens zu bekommen. Um etwas über die Arbeit des Fabrikwebers zu erfahren, gilt es, seinen Arbeitsplatz im Museum zu erkunden. Dazu wird ein mechanischer Webstuhl in Betrieb genommen. Der Vorführer kann nach der Demonstration zu diesem Arbeitsplatz befragt werden. Ein Vergleich der Arbeitsplätze des Handwebers und des Fabrikwebers soll Unterschiede und Gemeinsamkeiten aufzeigen. Als ein Merkmal der Fabrikarbeit wird in diesem Zusammenhang die Arbeitsteilung angesprochen.
Im Anschluss daran erkunden die Schüler im Museum exemplarisch die Arbeitsplätze des Heizers und des Maschinisten. Kassettenaufnahmen geben Auskunft über das Aussehen des Arbeiters bei seiner Arbeit, über die Arbeit selbst sowie über die Bedeutung des Arbeitsplatzes innerhalb der Fabrik.
Am Ende des Programms sollen die Grundschüler die Veränderung der Arbeit durch die Mechanisierung erkannt haben. Des weiteren sollen die Kinder das Museum als Erfahrungsraum begreifen.
2. Eingesetzte Materialien und Medien
Ein Handwebstuhl zur Erprobung des Webvorganges und zum Kennenlernen der Grundzüge des Webens.
Ein Musterbuch, in das sechs Stoffmuster richtig zugeordnet und eingeklebt werden.
Zwei Kassettenaufnahmen zur Arbeit des Heizers und des Maschinisten:
„Der Heizer erzählt", „Der Maschinist erzählt".
3. Verlauf
Der Einstieg erfolgt in der Musterstube mit der Untersuchung von Stoffresten. Damit soll das Interesse der Kinder für die Herstellung geweckt werden. Mit Hilfe der Stoffreste stellen die Schüler Vermutungen über den Webvorgang an.
Am Handwebstuhl im Websaal des Museums werden diese Überlegungen fortgeführt. An ihm findet eine ausführliche Demonstration statt. Die Schüler versuchen den Webvorgang zu erfassen und zu erklären. Diese Informationen kann nun jeder Schüler in die Praxis umsetzen: Mit dem Schiffchen trägt jedes Kind mehrere Schuss in die Kettfäden ein.
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Parallel dazu geht der zweite Teil der Gruppe unter Begleitung der Lehrperson in die Musterstube, um das Thema Gewebe und Stoffarten zu vertiefen. Sechs Stoffmuster sollen dort den richtigen Begriffen zugeordnet und an die entsprechende Stelle eines Musterbuches eingeklebt werden.
Nach dem Wechsel der Gruppen erfolgt eine Demonstration des mechanischen Webstuhls unter der Leitfrage "Wie funktioniert der mechanische Webstuhl?" Ziel ist, dass die Schüler die Gemeinsamkeiten zum Handwebstuhl erkennen. Im Gespräch werden dann unter dem Leitthema "Fabrikarbeit - Handweberarbeit" die Unterschiede herausgearbeitet. An dieser Stelle erfolgt ein Hinweis auf weitere Arbeitsplätze in der Fabrik - "Ein mechanischer Webstuhl läuft nicht von allein!"
Der letzte Teil des Unterrichtsprogramms findet im Kessel- und Maschinenhaus des Museums statt. Die Kinder erkunden am originalen Fabrikat und mit Hilfe zweier Ton-Einspielungen die Arbeitsplätze des Heizers und des Maschinisten.
Das Programm schließt mit einer gemeinsamen Besprechung.
Landschaftsverband Westfalen-Lippe
Landesbildstelle Westfalen
Referat für Museumspädagogik
Text und Idee: Theresia Sühling / Jürgen Schürenkamp / H. J. Stenkamp
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