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Und rühret die Hände von morgens bis spät
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1. Kurzbeschreibung des Programms
Durch dieses Programm erhalten die Kinder einen Einblick in das Leben einer Arbeiterfamilie um die Jahrhundertwende. Die Industrialisierung bewirkte eine Aufteilung der Kompetenzen: Der Vater arbeitete in der Fabrik und verdiente das Geld, die Mutter war - im Normalfall - für Kinder, Haus und Garten zuständig. Das Leben war geprägt von harter körperlicher Arbeit und Entbehrungen. Dies zu vermitteln ist Anliegen des Programms. "Und rühret die Hände von morgens bis spät" betrifft ausschließlich die Arbeit der Mutter und findet deshalb auch nur im Arbeiterhaus, das nach historischen Vorlagen gebaut und liebevoll eingerichtet wurde, statt. Schwerpunkte sind die Zubereitung eines Arbeiterfrühstücks und das Waschen von "großer Wäsche", wobei die Kinder durch Vergleiche mit der Gegenwart Einblick bekommen sollen in die Veränderungen der Lebens- und Arbeitsbedingungen sowie der Wohnverhältnisse der damaligen Zeit. Im handelnden Umgang mit Materialien, Geräten und Werkzeugen gewinnen die Kinder besonders klare Vorstellungen, Einsichten, Vergleichsmaßstäbe und Einblick in die damaligen Verhältnisse.
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2. Beschreibung des Programmverlaufs
Auf dem Museumshof wird das Museum vorgestellt. Danach begibt sich die Gruppe vor das Arbeiterhaus, wo der Einstieg in die Thematik erfolgt. In der Küche des Arbeiterhauses werden die einzelnen Arbeitsgänge zum Herrichten eines Frühstücks nachvollzogen:
- das Herantragen von Heizmaterial
- das Säubern des Herdes
- das Befeuern des Herdes
- das Kochen von Wasser für den Kaffee
Anschließend werden die einzelnen
Arbeitsgänge für den Waschvorgang nachvollzogen:
- das Kochen des Wassers
- die Zubereitung von Lauge in der Wanne
- das Waschen mit einfachsten Hilfsmitteln
- das Auswringen
- das Aufhängen im Garten des Arbeiterhauses
Den Abschluss und Höhepunkt des Programms bildet das gemeinsame Frühstück mit
'Muckefuck' (Ersatzkaffee) und den vom Museum gestellten Knabbeln.
Landschaftsverband Westfalen-Lippe
Landesbildstelle Westfalen
Referat für Museumspädagogik
Text und Idee: Maike Carrillo, Hannelore Heidemann, Christiane Nitsch
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