"Naturschutz –

Ein altes und neues Thema für die Heimatpflege"

In der Geschichte des Westfälischen Heimatbundes galten der Naturschutz und die Landschaftspflege stets als eine zentrale Aufgabe. Wurde am Ende des 19. und am Anfang des 20. Jahrhunderts der Naturschutz noch stark von ästhetischen und romantischen Sichtweisen bestimmt, so ging dies zu Gunsten von wissenschaftlichen und ökologischen Sichtweisen verloren. Neuerdings rückt, im Rahmen der Diskussion um den Bau von Windkraftanlagen, die Frage der Landschaftsästethik auch wieder ins Blickfeld der Naturschützer. Der Auftrag des Westfälischen Heimatbundes, die Eigenart Westfalens zu pflegen und zu seiner Gestaltung beizutragen, umfasst in hohem Maße auch den Schutz der Natur und der Landschaft in der Ganzheit, wie dies Ernst Rudorff als Begründer des Naturschutzes und der Heimatpflege gesehen hat. Zur Unterstützung der Naturschutzarbeit in den Heimatvereinen gibt es im Westfälischen Heimatbund die Fachstelle Naturkunde und Naturschutz. Diese Arbeitsgruppe von Fachleuten aus ganz Westfalen nimmt regelmäßig zu aktuellen Fragen des Natur- und Umweltschutzes Stellung (s. Fachstellen). Die landesweite Vertretung der Naturschutzinteressen der Heimatvereine ist über die Mitgliedschaft des Westfälischen Heimatbundes in der Landesgemeinschaft Naturschutz und Umwelt (LNU) möglich. Der Westfälische Heimatbund gehört zu den Gründungsmitgliedern dieser Dachorganisation mit über 80 Naturschutzvereinen.


(weitere Informationen zur LNU finden Sie hier: Landesgemeinschaft für Naturschutz und Umwelt NRW)

Naturschutz ganz praktisch: Bei Brochterbeck wird ein Kalkhalbtrockenrasen entbuscht. Fotos: Werner Gessner-Krone
Naturschutz ganz praktisch: Bei Brochterbeck wird ein Kalkhalbtrockenrasen
entbuscht. Fotos: Werner Gessner-Krone

Im Jahr 2001 Jahr feierte der Westfälische Heimatbund in der Reihe der angebotenen Naturschutzseminare sein zehnjähriges Jubiläum. Die Angebote stehen den Mitgliedern von Heimatvereinen aus ganz Westfalen offen. Die zweimal pro Jahr angebotenen Seminare thematisierten in theoretischer und praktischer Weise die Probleme und Aufgaben der Vereine in der Naturschutzarbeit vor Ort. Die Pflege und Bedeutung der Lebensräume Hecke, Obstwiese, Fließgewässer und Kleingewässer sind in zweitägigen Wochenendseminaren behandelt worden. Einen breiten Raum hat auch die Frage der Verbesserung der dörflichen Lebensräume für Mensch, Tier und Pflanze eingenommen. Die Sensibilität und das Fachwissen der Teilnehmer in Naturschutzfragen werden durch diese Veranstaltungen gesteigert und damit die fachliche Stellungnahme der Vereine im eigenen Umfeld gefördert. Der Seminarablauf ist auf die Praxisnähe abgestimmt. Das jeweilige Thema wird immer auch an verschiedenen Standorten in der Natur verdeutlicht und bearbeitet. Der Verlust von Lebensräumen wird nicht nur als ein ästhetischer Verlust für den Menschen verdeutlicht, sondern auch als Verlust von Lebensstandorten für die Pflanzen- und Tierwelt und damit einhergehend auch von Arten. 

Ansprechpartner:
 
Werner Gessner-Krone 
Kaiser-Wilhelm-Ring 3 
48145 Münster 
Tel.: 0251  203810 - 13 
E-Mail: werner.gessner-krone[at]lwl.org

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