Der Westfälische Heimatbund möchte die in den Heimatvereinen vorhandene Jugendarbeit fördern und alle Heimatvereine zu neuen Ansätzen der Jugendarbeit motivieren. Aus einer Reihe anfänglicher Seminare für die älteren Mitglieder von Heimatvereinen erwuchs eine fachlich qualifizierte Jugendarbeit für ältere und junge Menschen aus dem Bereich der Heimatpflege. In der Zeit von 1992 bis heute sind viele Erwachsene und Jugendliche auf den zweieinhalbtägigen Wochenendseminaren für die Arbeit in den Heimatvereinen ausgebildet worden. Die zweimal jährlich in Kooperation mit dem Jugendhof Vlotho stattfindenden Seminarangebote richten sich an alle Mitarbeiter der Jugendarbeit in den Heimatvereinen. Die Themenauswahl nimmt Rücksicht auf die Wünsche der Teilnehmer. Dabei werden alle Bereiche der Heimatpflege berücksichtigt. Die jeweils 30-40 Teilnehmer der Seminare sind altersgemischt und stellen so auch ein Spiegelbild der Jugendarbeit vor Ort dar. Dies ist eine Herausforderung für die Seminarplanung, bietet aber die Möglichkeit, aus einem Seminar sehr viel praktische Erfahrungen für die eigene Arbeit mit Kindern und Jugendlichen zu erlangen. Der WHB hat 1997 eine Schrift- und Videodokumentation seiner Jugendarbeit mit dem plakativen Titel "Jugend braucht Heimat - Heimat braucht Jugend" herausgebracht. Dieser Titel ist angelehnt an Heinz Westphal. Der Bundespolitiker und Begründer des Bundesjugendringes sagte: Die Beteiligung von Jugendlichen in allen gesellschaftlichen Bereichen ist eine zentrale Grundlage unseres Gemeinwesens. "Jugend braucht Demokratie - Demokratie braucht Jugend". Jugendliche sind zwar engagementbereit, aber nicht in jedem Fall zu den Bedingungen, die ihnen von der Institution der Erwachsenen vorgegeben werden. Junge Menschen suchen andere Wege. Darin liegt die große Chance zur Weiterentwicklung der Gesellschaft.
das Verständnis für die Belange der Heimatpflege insbesondere in der Jugend wecken und fördern Jugendlichen Kenntnisse über den Heimatraum vermitteln über Kinder- und Jugendarbeit Hilfen zur Persönlichkeitsbildung insbesondere zum demokratischen Denken und Handeln bieten. Als wichtiges Zwischenergebnis dieser Bemühungen sprach das Landesjugendamt dem Westfälischen Heimatbund die Anerkennung als Träger der freien Jugendhilfe gem. § 75 SGB VIII aus. Die Anerkennung erfolgte am 7. März 1997 auf der Grundlage einer kontinuierlichen Jugendarbeit, die mit einer fachgerechten Betreuung verbunden ist. Dies ermöglicht die Förderung nach dem Landes- und Bundesjugendplan für Internationale Begegnungen und Begegnungsmaßnahmen nach dem deutsch-französischen Jugendwerk und dem deutsch-polnischen Jugendwerk.
Wer schon mal ein Wochenende im Jugendhof Vlotho verbracht hat, kennt die gute fachliche und persönliche Betreuung der Gäste in dem schönen Gebäudeensemble. Die Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen der Heimatvereine haben sich dort immer wohlgefühlt. Der Gedankenaustausch mit Teilnehmern aus anderen Vereinen hilft sicherlich auch bei den ersten Schritten zur Jugendarbeit im eigenen Verein. Wir möchten zeigen, daß es Spaß macht, aktiv zu werden, daß Jugendliche gerne befristet Verantwortung übernehmen. Falls während des Seminars schriftliche Handreichungen für die örtliche Jugendarbeit entstehen, so finden Sie diese nach den Seminaren in der Rubrik Veröffentlichungen unter "Tipps und Anregungen zur Jugendarbeit im WHB (Archiv)".
Ansprechpartner:
Werner Gessner-Krone
Kaiser-Wilhelm-Ring 3
48145 Münster
Telefon: 0251 203810-13
E-Mail: werner.gessner-krone[at]wl.org