Der Test findet sich im Internetportal der Jugend im Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUNDjugend). Diese Seite ist das größte deutschsprachige Jugend-Umweltportal.
Für den Betrieb der Infrastruktur für das Internet wird für das Jahr 2005 weltweit von einem Energieverbrauch von 123 Milliarden Kilowattstunden ausgegangen. Unberücksichtigt bleiben nach dieser Studie die Geräte der Endverbraucher. Aufgrund der stetigen Vergrößerung des Netzes auch in den Entwicklungsländern ist mit einem weiteren Anstieg des Verbrauches zu rechnen, derzeit werden etwa 0,8 % der weltweiten Stromerzeugung für den Betrieb des Internets benötigt.
- von der Steinzeit bis zur Neuzeit
Der Historiker Plutarch berichtet folgende Anekdote von Diogenes: dieser habe gerade in der Sonne gelegen, als Alexander der Große mit seinem Gefolge erschien. Dieser begrüßte ihn und fragte, ob er eine Bitte an ihn habe. Daraufhin entgegnete Diogenes: „Geh mir nur ein wenig aus der Sonne!“ Alexander soll davon so sehr beeindruckt gewesen sein, dass er, während seine Begleiter beim Weggehen lachten und spotteten, sagte: „Wahrhaftig, wenn ich nicht Alexander wäre, dann möchte ich wohl Diogenes sein!“
Was braucht der Mensch zum (Über)Leben und wieviel Luxus verträgt die Welt ohne ökologische Katastrophe? Wieviel Mobilität, Wohnraum, Energie und Fastfood sind notwendig, wann beginnt die Verschwendung und wo endet alles im Wahnsinn fehlender Nachhaltigkeit?
Diese Fragen klingen zunächst akademisch und wenig jugendgerecht. Obwohl Jugend noch reichlich im Besitz der persönlichen Ressource Zukunft ist, ist das Nachdenken über die zukünftigen Entwicklungen im Raumschiff Erde nicht gerade cool, trendy oder spannend. So könnte man jedenfalls im ersten Augenblick denken. Das Seminar zum Thema fand vom 18. bis 20.04.2008 im Jugendhof Vlotho statt und zeigte, dass Spaß und Nachdenklichkeit, Theorie und Praxis, Spielfreude und Verantwortung durchaus zusammen passen.
In drei Arbeitsgruppen gingen die Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen die Thematik an:
1. Gestalten mit natürlichen Werkstoffen
2. Leben wie in der Steinzeit
3. Nachhaltig leben im 21. Jahrhundert.
So trafen Steinzeit, Stein gewordene Zeit und unsere neuzeitliche Lebensweise aufeinander und ermöglichten so den Beteiligten neue Einblicke, alter Erkenntnisse und einen Blick auf die Zukunft unserer gefährdeten Welt - und damit unserer Heimat.
Sandsteine überdauern Jahrhunderte.
Im Rausch der Kurzlebigkeit moderner Werkstoffe und technischer Entwickelung innehalten und mit einem Werkstoff arbeiten, der selber Jahrhunderttausende alt ist und nach der Bearbeitung noch Jahrzehnte oder auch Jahrhunderte überdauern kann. Diese Erfahrung konnte hier unter der fachkundigen Anleitung von Birgit Buyken gemacht werden. Und ganz nebenbei bewiesen die Ergebnisse den vielstrapazierten Spruch: „Jeder Mensch ist ein Künstler“ (so Joseph Beuys im November 1985).
Was braucht der Mensch zum Überleben?
Der Steinzeitmensch hat gejagt, Feuer gemacht, Kleidung hergestellt und Schmuck hergestellt.
Und das alles ohne Jagdgewehr, Einwegfeuerzeug, FOREVER 18 und Goldschmiedewerkzeug. Wie das? Die Antwort fanden die Teilnehmer/innen mit der Hilfe von Markus Plesker. Herstellung und Funktion von steinzeitlichem Werkzeug konnten sie erleben, erfahren und erarbeiten.
Etliche Stunden und Schwielen später dämmerte allen die Erkenntnisse: Leben in der Steinzeit geht - kostet aber Zeit, Kraft und sehr viel Mühe.
Überleben in der Neuzeit.
Im ursprünglichen Wortsinn bezeichnete „Nachhaltigkeit“ zunächst die Bewirtschaftungsweise eines Waldes, bei welcher immer nur so viel Holz entnommen wird, wie nachwachsen kann. Der Wald wird nie zur Gänze abgeholzt, kann sich hingegen immer wieder regenerieren. Im größeren Maßstab beschreibt das Konzept der Nachhaltigkeit die Nutzung eines regenerierbaren natürlichen Systems in einer Weise, dass dieses System in seinen wesentlichen Eigenschaften erhalten bleibt und sein Bestand auf natürliche Weise nachwachsen kann.
Ausgehend von diesem Grundgedanken machte sich die Gruppe daran, Energieverbrauch, Öko-Bilanz und persönliche Verantwortung greif- und berechenbar zu machen. Für den und Einstieg ins Thema wählte Susanne Schubert den Test „So groß ist Dein ökologischer Fingerabdruck“. Dieser Test ist unter www.latschlatsch.de im Internet zu finden.
Hieran schloss sich eine Internetrecherche an, mit dem Ziel interessante Seiten und Organisationen zu finden, die Informationen zum Thema geben können. Zu nennen sind hier die Seiten folgender Organisationen: BUND, RWE, Greenpeace…
Im Schlussplenum wurden dann noch einmal alle Teilnehmer des Wochenendes angesprochen und einbezogen. Ganz praktisch gab es Tipps zum Einsatz von Energiesparbirnen und dem Vermeiden von unnötigem Stand-by-Betrieb bei Elektrogeräten. Jeder kann handeln und einen kleinen Beitrag leisten…auch wenn es nur die Energiesparbirne im Puppenhaus ist…