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Es werde Licht

„Es werde Licht! Es geht jemandem ein Licht auf!

Wo viel Licht ist, ist auch viel Schatten!

Sich ins rechte Licht rücken…!“


In vielen Sprichworten wird das Licht thematisiert - oft als Synonym für Leben, Energie, Weisheit. Seit jeher übt es eine besondere Faszination auf den Menschen aus. Die Bändigung des Feuers war ein revolutionärer Fortschritt für unsere Urahnen – für uns ist elektrisches Licht heute selbstverständlich. Der benötigte Strom hierfür stammt zu einem großen Teil aus fossilen Energieträgern. Regenerative Energiequellen – wie die Sonnenenergie – spielen zunehmend eine größere Rolle, man denke da an die Diskussion um auf den Klimaschutz und die schwindenden Vorräte an Öl/Kohle/Gas.



Solarenergie, Fackeln und Schattentheater

Es werde Licht

Eine der drei Arbeitsgruppen beschäftigte sich mit Solarenergie und entdeckte das Sonnenlicht als eine der besten und zukunftsfähigsten Energiequelle im Universum. Sie zu nutzen erfordert Technik und handwerkliches Geschick. Solarmotoren, Solarzellen, Leuchtdioden und viele weitere bunte Materialien wurden mit Lötkolben und Klebstoff zu funktionsfähigen Solarmodellen zusammengebaut.

In der zweiten Gruppe fertigte man aus Stearin und Farben schöne Fackeln, Kerzen und Leuchtballons durch Tauch-, Gieß- und Ziehtechniken. Mühsam, aber schön und gut für das Selbstbewusstsein der großen und kleinen Hersteller. Am Samstagabend konnte so bei der Nachtwanderung das „Licht ins Dunkle gebracht werden“. Die dritte Gruppe stellte fest: „Wo viel Licht ist, ist auch viel Schatten.“ Ein Overheadprojektor sorgte für viel Licht auf der Schattenbühne aus Bettlaken.

Für den Schatten sorgten die kreativen Kinder und Erwachsenen. Nach einer Musikcollage von Vollenweider bis Novalis wurde im Schattentheater eine Geschichte mit lebendigen Akteuren und vielen Requisiten, vom Messer bis zum Regenschirm, dargestellt.

Solarenergie


Zwischen Lötkolben, Werkzeugkästen und Klebstoff ging es im Werkhaus um das Herstellen von kleinen Solarskulpuren und die Verwendung von Blink-LEDs. Dieses Angebot war ganz besonders für die Mädchen/Frauen in unserer Gruppe gedacht und bewies, dass „Frauen und Technik“ längst kein Gegensatz mehr sind.

Der Clou der Solarskulpturen ist, dass sie sich ohne weitere Stromquelle drehen. Der Strom der Solarzelle reicht bei guter Beleuchtung aus, um den Motor anzutreiben, der den ganzen Aufbau einschließlich der Solarzelle dreht.
 

Fackeln und Kerzen

Dekorativ – allerdings mit 9V-Batterie – sind die Figuren und Modelle mit den blinkenden LEDs. Schaltpläne lesen, löten und alles farbig gestalten erwies unter der fachkundigen Anleitung als machbar und die Ergebnisse überzeugten alle. Ganz „nebenbei“ lernten die Teilnehmerinnen noch einiges über Strom, Stromverbrauch und die Funktionsweise von Solarzellen.


Fackeln und  Kerzen


Gartenfackeln aus dem Baumarkt? Das muß nicht sein… Zum Selberbau brauchen wir zunächst Kanthölzer (ca. 2x2 cm, Länge 50 – 100cm), z.B. aus dem Baumarkt. Um die Hölzer werden Stofflaken gewickelt (Bettlaken gehen ganz gut, bitte keine Synthetikstoffe verwenden). Und nun braucht man ein Wachsbad, in das die Fackelrohlinge mehrfach getaucht werden können. In unserem Fall kupferne Fallrohre unten verlötet und verbunden (BILD2a). Diese Rohre werden mit Wachs (Stearin) gefüllt und im Wasserbad verflüssigt. Das kann dauern – ein Liegestuhl (z.B. aus dem Baumarkt) hilft die Wartezeit zu überbrücken. Nach mehreren Tauchgängen die Fackeln aushärten lassen und FERTIG!

Kerzen und Fackeln

 

 Wachskugeln


Sehr dekorativ und leicht herzustellen sind Wachskugeln (Durchmesser 15 – 20cm), die von innen gut – wie ein Windlicht - mit einem Teelicht beleuchtet werden können. Dazu wird zunächst ein Luftballon mit Wassergefüllt verschlossen und dann mehrfach in ein Wachsbad getaucht. So bildet sich nach und nach eine stabile Wachsschicht, die dennoch durchscheinend bleibt und die Kugel kann so durch ein Teelicht zum „Leuchten“ gebracht werden. Der Wachs wird langsam in einem großen Topf erhitzt. Wenn weißes Wachs verwendet wird, kann mit Farbpigmenten gefärbt werden – bei farbigen Wachsen oder Wachsresten kommt es halt auf die Mischung an…

Kerzenformen

 

Kerzen


Kerzen können auf verschiedene Weisen hergestellt werden. Wir lernten das klassische „Ziehen“, bei dem der Docht mehrfach in flüssigem Wachs getaucht wird und so die Wachsschicht nach und nach anwächst. Und natürlich wurden auch Kerzen gegossen. Als Gussformen wurden u.a. Einwegsektgläser benutzt. Wichtig ist beim Gießen, den Docht mittig zu fixieren, damit die Kerze später gleichmäßig und gerade abbrennt. Der Docht sollte immer die richtige Stärke für den Durchmesser der Kerze haben.

Die Grundausstattung

Schattentheater


Zur Grundausstattung des Schattentheaters gehört ein aufgespanntes Laken als Projektionsfläche und ein Overheadprojektor als Lichtquelle. Dazwischen können die Schauspieler agieren und werfen ihren Schatten auf das Laken.

Wasser mit Insel

Mit Hilfe des Overheadprojektors können ganz einfach auch Bühnenbilder und Ausstattungsdetails auf die Leinwand projiziert werden. Dazu malt man die benötigten Gegenstände einfach auf eine geeignete Folie, legt sie auf und schon werden die Spieler in jede bewünschte Umgebung versetzt. In diesem Fall wurde die Innenansicht des Zimmers aufgezeichnet, der Spieler liegt etwas erhöht und schon ist klar: ein Zimmer mit einem Bett darin lesender Mensch. Mit der nächsten Folie wird ein anderer Spielort installiert: eine Wasserfläche, darauf eine Insel, am Himmel ein Flugzeug und die Sonne.

Die Schattenspieler

Gut zu erkennen die Kostüme der Spielerinnen: ein paar Tücher, ein Stock, ein Holzkreuz und schon verwandeln sich die Kinder in Nonnen, die am Schläfer vorbeigehen.

An den beiden Fotos erkennt man auch gut, dass es wichtig ist, das Laken möglichst fest und glatt zu spannen – hier wirft es hässliche Falten…

Einfache Masken und angeklebte Körperteile aus Pappe verwandeln die Spieler in Tiere, Fabelwesen, Monster oder Roboter. Für ihr Spiel ist es ganz wichtig, große und klare Bewegungen zu machen, die als Schattenbild gut zu erkennen sind – dies muss bei den Proben immer wieder geübt werden. Außerdem sieht der Spieler – wenn er im Profil spielt, wie auf den Fotos – sein Abbild nicht und kann sich selber nur schwer kontrollieren.

Als Ausgangspunkt für das erarbeitete Stück der Schattenspieler, diente eine Musikcollage aus verschiedenen Musikgenres. An diesem musikalischen Leitfaden entlang, entwickelte sich eine (Alb-)Traumgeschichte mit Happyend.

Team:

Kerzen, Fackeln: Mechthild Büscher

Schattentheater: Ulrich Sprenger

Solarenergie: Bettina Baron

Infoleiste Abschluss