„Raum und Zeit zum Wohlfühlen“
23.-25.03.2007
Ein Seminar im Jugendhof Vlotho „Raum und Zeit zum Wohlfühlen“ zu nennen, heißt eigentlich die sprichwörtlichen Eulen nach Athen zu tragen. Denn ein ganz elementares Wohlfühlen, verbunden mit den hochkarätigen Bildungsangeboten, gehört zum Credo des Hauses. Aber manchmal braucht es einen Anlaß das Selbstverständliche zu betonen und in den Fokus zu stellen. So entstand die Idee: „Raum und Zeit zum Wohlfühlen“.
Drei Aspekte standen an diesem Wochenende im Mittelpunkt:
Im Gegensatz zu unseren sonstigen Gepflogenheiten bestand dieses Mal die Chance alle drei Gruppen zu besuchen, d.h. die Teilnehmer rotierten und besuchten jeweils eine Arbeitseinheit in jeder Gruppe.
Zum Einstieg am Freitag bekamen die Teilnehmer folgende Aufgabe:
„Stellt Euch vor: Eine Fee schenkt Euch Zeit! Einfach so! Zeit für Euch, die Ihr nutzen könnt wie Ihr wollt – ganz nach Euren Wünschen und Vorstellungen. Und wie in jedem ordentlichen Märchen, habt Ihr sogar drei Wünsche frei! Unsere Fee verschenkt nämlich eine Stunde, einen Tag und eine ganze Woche Zeit!Wofür würdet Ihr die geschenkte Zeit verwenden? Was wolltet Ihr immer schon mal machen? Wozu fehlt Euch im Alltag die Zeit? Notiert (oder malt) Eure Ideen für dieses Zeitgeschenk auf den beiliegenden Blättern.“Die Zeitwünsche begleiteten uns an einer Pinwand den Rest des Wochenendes…
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Innere Bilder mit kreativem Ausdrucksmalen sichtbar machen
Kreativität wird durch praktisches Arbeiten gefördert. Yvonne Sneller von der Kunstakademie Droste-Haus Verl und der Arbeitsgemeinschaft Kunst & Medien Ostwestfalen-Lippe betreute die Gruppe „Kreatives Malen“. Unter ihrer Anleitung konnte hier jeder erfahren, daß Kreativität nichts Außergewöhnliches oder Seltenes ist, sondern in uns allen schlummert – und nur geweckt werden muß. Manchen half die Anregung, sich zu Beginn auf Musikstücke mit verschiedenen Stimmungen zu konzentrieren – sozusagen „Malen nach Musik“. Anderen half die Reduktion auf wenige Farben, um erst Klarheit in die inneren Bilder zu bringen und diese dann auf die Leinwand. In den abstrakten und gegenständlichen Kunstwerken konnten Künstler und Betrachter die materiellen und auch die inneren Wünsche nach- und aufspüren.
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Nachdenkliche Gespräche:
Gedankensalat mit der Methode des Philosophierens bearbeiten
Philosophieren ist nur etwas für Erwachsene, Kinder können keine Philosophen sein…? Wer jemals versucht hat, auf Kinderfragen zu antworten, wird da anderer Meinung sein (Jan, 6 Jahre: Wo ist der Nachrichtensprecher, wenn ich den Fernseher ausschalte…?). Dann ist es wohl eine Frage der Methode – und damit ein Fall für Susanne Schubert.
Leitmotiv war das Phänomen Zeit. Ihm näherte sich die Gruppe über Mindmaps, Wortassoziationen, Spielszenen, Standbilder und andere kreative Techniken an. Unabhängig von Alter und Vorbilder, wurden so gemeinsam die verschiedenen Aspekte von Zeit erforscht, beleuchtet und hinterfragt.
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In der Gruppe sein
Entspannung, Phantasiereisen & Co, Spiele und Übungen zur Förderung des Wohlfühl- und Gemeinschaftsfaktors
Gemeinsame Spiele, Kooperationsübungen und Elemente aus der Theaterpädagogik wurden genutzt als Gruppe „eine gute Zeit zu verbringen“. Das könnte auch das Motto für diese Gruppe unter der Leitung von Ulrich Sprenger gewesen sein.
Als „Krönung“ der gemeinsamen Arbeit bekamen die Gruppen zum Abschluß immer eine größere Kooperationsaufgabe: baut aus vorgegebenem Material einen Turm bzw. eine Murmelbahn.
Eine Aufstellung von Spielen und Übungen folgt hier in Kürze als pdf-Datei.
Team: Yvonne Sneller, Susanne Schubert, Ulrich Sprenger, Werner Gessner-Krone