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Mord unterm Weihnachtsbaum
Infobox-Grafik

 

  

Mord unter’m Weihnachtsbaum!
„Oh Tannenbaum…“ gab es natürlich auch – in Moll.


In einer Zeit, in der alle Gedanken um das Weihnachtsfest kreisen, entwickelten die Teilnehmer dieses Jugendseminars einen Krimi, der mit einem makaberen Mord unter´m  Weihnachtsbaum endete: Mord unter’m Weihnachtsbaum.

Das diese Idee so neu nicht ist, wissen alle Loriotkenner:


Im Forsthaus kniet bei Kerzenschimmer
die Försterin im Herrenzimmer.
In dieser wunderschönen Nacht
hat sie den Förster umgebracht.

 

Das Thema war den Jugendlichen und Kindern aus den Heimatvereinen vorgegeben, ließ aber allen viel Freiraum für Phantasie und Kreativität. Drehbuch und Dekoration, Verkleidung und Schminke, Gesang und instrumentale Umrahmung wurden in dem zweieinhalbtätigen Jugendseminar des Westfälischen Heimatbundes von den Teilnehmern entwickelt.

Das Stück

Ausgangspunkt für die Entwicklung der Geschichte waren vier Fragen:

- Wer soll das Opfer sein?

- Wer ist der Täter - und warum?

- Wie geschieht der Mord?

... und welche Rolle spielt der Weihnachtsbaum?

Aus einer spontanen und ungefilterten Stichwortsammlung kristallisierten sich nach und nach die spannenden und spielbaren Ideen heraus. Unter der Anleitung  von Ulrich Sprenger entwickelten die Schauspieler aus diesem Ideenpool eine Spielanleitung für die Theateraufführung.

Die Geschichte wurde in einem englischen Landhaus angesiedelt und der Mord wurde diesmal nicht vom Gärtner, sondern vom Butler James ausgeführt. Die Nerven des arg gebeutelten Hausangestellten liegen blank, so dass er sich zu dieser schlimmen Tat hinreißen läßt. Entschärft wurde die Mordgeschichte dadurch, daß der Butler die Tat symbolisch an der Lieblingsstoffpuppe der Lady beging, bevor ein Feuer das ganze Anwesen und Schutt und Asche versinken läßt…

Textzitat:
„In den frühen Morgenstunden brannte der Landsitz von Lord und Lady Teadrinker-Puppetlove bis auf die Grundmauern nieder. Personen kamen nicht zu schaden. Lady Teadrinker-Puppetlove trauert jedoch um den Verlust einer wertvollen handgearbeiteten Puppe. „Der Verlust hat mich hart getroffen.“
James, der Butler, ist mittlerweile von Scotland Yard verhaftet worden!“

Die Dekoration

Für jeden fand sich eine interessante und ansprechende Aufgabe zur Vorbereitung der Premiere. Die Deko-Gruppe war bei den extravaganten Vorstellungen der Regie schon sehr gefordert. Bernhard Dankbar löste mit seinen Mitarbeitern alle Probleme und ließ keine Wünsche offen. Ein Kamin läßt Landhausstimmung aufkommen und unter´m Weihnachtsbaum finden sich sogar die zum Stall in Bethlehem gehörigen Schäfchen, stilecht aus Filz hergestellt.

Und wie kann man etwa einen brennenden Weihnachtsbaum darstellen, ohne den im Fachwerkstil errichteten Seminarraum abzufackeln? Illusion ist alles und die Computertechnik ermöglicht vieles. Der reale Weihnachtsbaum im Kaminzimmer des Landhauses, schien sich unter der computergesteuerten Projektion von Flammen per Beamer in ein brennendes Inferno zu verwandeln. Die weißen Schmuckbänder, die ein Heizlüfter zusätzlich in Bewegung versetzte, verstärkten diesen Eindrück noch.

Bühnenbild Kamin

Die Musik

Die eingeforderte weihnachtliche Stimmung und die spannenden und dramatischen Spielszenen forderten eine enge Abstimmung und intensive Proben des Theaterorchesters.  Gitarre, Trompete, Schifferklavier und Schlaginstrumente gehörten zu dem vielfältigen Instrumentarium der Musiker unter der Leitung von Gesine Roemer.

Musikprobe

Und der Klassiker "Oh Tannenbaum...", getragen und ein wenig verzögert in Moll, zu Beginn der Aufführung, ließ schon ganz am Anfang nichts Gutes ahnen. Verstärkt wurden die einfließenden bekannten Weihnachtslieder, natürlich durch die Stimmen aller Mitspieler und der Zuschauer.

Fachvortrag:

Abschließend präsentieren wir noch einen Fachvortrag zum Thema „Vorsicht, die Weihnachtsfälscher sind unter uns!“. Er wurde zu Beginn der Veranstaltung gehalten von Herrn Maus, M-A-U-S wie: Mitarbeiter für besondere Aufgaben und undefinierbare Spezialeinsätze und dem Erfinder der gleichnamigen grauen Farbe.

„Guten Abend, mein Name ist Maus. M-A-U-S wie: Mitarbeiter für besondere Aufgaben und undefinierbare Spezialeinsätze und Erfinder der gleichnamigen Farbe.

Ich bin Mitarbeiter in diesem Haus und insofern von ganz oben - na ja, von ziemlich weit oben - angewiesen worden, mich heute Abend ein wenig um Sie zu kümmern.
Ein paar Worte zu meinen Aufgaben hier im Jugendhof:
Ich bin Beauftragter für die Integration spätausgesiedelter  russischer Samoware und Gleichstellungsbeauftragter für die Feldmaus in ihrem beinahe aussichtslosen Kampf gegen die Dominanz der urbanen Stadtmaus und zudem Schutzkleidungsbeauftragter des Fachbereichs Volkstanz und Elfmeterschießen.
Und - und in dieser Funktion spreche ich heute zu Ihnen:
Ich bin hier Beauftragter zur Bewahrung der echten Weihnachtsrituale und 3. stellvertretender Vorsitzender des interkonzessionellen Arbeitskreises Vlothoer Weihnachtsmänner.

Und in dieser Funktion vertrete ich stets die Ansicht, dem digitalen Zeitalter mit der Wahrung des Echten und Handgemachten Paroli zu bieten. Vorsicht, die Weihnachtsfälscher sind unter uns!

Und dies in einer Zeit, in der wir uns unsere Sinne nicht mehr sicher sein können:

Wer garantiert uns denn, dass dieser Apfel kein gentechnisch manipulierter Spülschwamm ist? Und sind sich immer sicher, dass Sie selber es sind, der Sie morgens im Bad aus dem Spiegel mürrisch anschaut? Könnte es nicht ebensogut eine Fata Morgana eines ultraflachen interaktiven Digital-Flat-Screen-Bildschirms sein? Und wen rasiere ich dann morgens eigentlich immer…? Und will der das überhaupt…?

Lassen Sie mich anhand von Photos einige typische, wenn auch eher harmlose, Beispiele gängiger Fälschungen der Nepper, Schlepper, Weihnachtsfälscher aufzeigen:

 

Photogalerie

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"Vielen Dank für ihre Aufmerksamkeit!"

 

 

 

 

 

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