Bibliothek Westfalica

Thomas Valentin

Geboren am 13. Januar 1922 als Gerold Armin Valentin in Weilburg an der Lahn. 1932 bis 1940 Gymnasium in Weilburg und Dillenburg. Abitur. Ab 1940 mehrfach unterbrochenes Studium der Germanistik, Geschichte und Psychologie an den Universitäten Gießen und München. 1946/47 Ausbildung zum Volksschullehrer in Lippstadt. Von 1947 bis 1962 Lehrer ebd. Während dieser Zeit erste Gedichte und Kurzprosa. Nur wenige dieser Texte wurden veröffentlicht. Briefwechsel mit Hermann Hesse und Heinrich Böll. Von 1955 bis 1958 ehrenamtlicher Leiter der Volkshochschule Lippstadt. 1957 anerkennende Äußerungen über ihn von Hermann Hesse. 1962 Aufgabe des Lehrerberufes, um als freier Schriftsteller tätig zu sein. Seine Wohnung in Lippstadt, in die er immer wieder zurückkehrte, behielt er bis zu seinem Tode bei. Von 1964 bis 1966 Chefdramaturg am Theater der Freien Hansestadt Bremen. 1965 Dramatisierung von Die Unberatenen (Valentin/Robert Muller; in Bremen durch Peter Zadek uraufgeführt). Aufführungen weiterer Stücke folgen: 1969 in Essen Der Hausfreund, 1972 in Bochum Die grüne Wolke, 1974 am Residenztheater München Familienbande und 1978 am Ernst-Deutsch-Theater in Hamburg Adlerhöhe. Von 1966 bis 1971 verbrachte er die Sommermonate auf Sizilien. Von 1969 bis 1978 Konzentration auf das dramatische Metier (Theaterstücke, Drehbücher für zahlreiche Fernsehfilme). Unter dem Titel Ich bin ein Elefant, Madame verfilmte Peter Zadek die Unberatenen mit Margot Trooger und Günther Lüders in den Hauptrollen. Auszeichnung des Films bei den Berliner Filmfestspielen mit dem Silbernen Bären. Zwei Bundesfilmpreise. Von 1971 bis 1980 verbrachte er die Sommermonate in Gardone. 1977 erreichte sein Fernsehspiel Eine Jugendliebe die höchsten Einschaltquoten des Fernsehjahres. 1978 Gastprofessur an der Universität-Gesamthochschule Essen. Weitere Arbeiten für das Fernsehen. Im November 1980 letzte Lesung in Lippstadt. Er starb dort am 22. Dezember 1980 durch Freitod.