Siegfried J. Schmidt

Lesebuch

Zusammengestellt vom Autor selbst. Mit einem Nachwort von Karl Riha.
Köln: Nyland Stiftung 2012.

Geboren am 28. Oktober 1940 in Jülich. 1960 Abitur. Von 1960 bis 1965 Studium der Philosophie, Germanistik, Linguistik und Kunstgeschichte in Freiburg, Göttingen und Münster. 1965 Assistent am Philosophischen Seminar der TH Karlsruhe. 1966 Promotion. 1968 Habilitation für Philosophie an der Universität Karlsruhe. Von 1968 bis 1971 Wissenschaftlicher Rat der Universität Karlsruhe. 1971 Professor für Texttheorie an der Universität Bielefeld. 1973 dort Professor für Theorie der Literatur. Seit 1979 Professor für Germanistik/Allgemeine Literaturwissenschaft an der Universität-GH Siegen. Ab 1984 Direktor des Instituts für Empirische Literatur- und Medienforschung (LUMIS) der Universität Siegen. 1986/87 Forschungsstipendium in Wassenaar/Den Haag. 1997 Professor für Kommunikationstheorie und Medienkultur an der Universität Münster sowie Direktor des Instituts für Publizistik und Medienwissenschaft.

Pseudonym: Sibi Kanz.

Beeinflußt von den Arbeiten der konkreten Poesie und der Konzeptkunst, verfaßte S. literar. Texte, in denen er versuchte, Theorie und Kunst in ihren Erkenntnispotentialen aufeinander zu beziehen. [...] Bis Mitte der 70er Jahre bleibt er dem Konzept der konkreten Poesie verpflichtet. Neben Eugen Gomringer und Max Bense zählt er zu deren wichtigsten Theoretikern. [...] Eine zunehmend krit. Haltung gegenüber den einseitig rationalistischen Prämissen der konkreten Poesie führt zur Einbeziehung metaphor. und assoziativer Sprechweisen sowie zu einer Auseinandersetzung mit tradierten literar. Formen [...]. Dem entspricht die von S. in den 80er Jahren entwickelte Theorie eines „Radikalen Konstruktivismus“, für den „Wirklichkeiten“ Konstrukte der Erkenntnis sind. (Killy-Literaturlexikon)

Weitere Informationen zu Leben und Werk S. J. Schmidts im Westfälischen Autorenlexikon