Katharina Sibylla Schücking

Lesebuch

Zusammengestellt und mit einem Nachwort von Walter Gödden.
Köln: Nyland Stiftung 2011

Geboren am 26. Januar 1791 in Ahlen als älteste Tochter des Stadt- und Landrichters Ignatz Anton Busch. Wuchs in Dülmen auf und wurde im dortigen Kloster Agnetenberg erzogen. 1807 längerer Aufenthalt in Münster. Entdeckung und Förderung ihres literarischen Talents durch Anton Mathias Sprickmann. Bekanntschaft mit dem Kreis um die Fürstin Amalia von Gallitzin (der familia sacra). 1809 Rückkehr nach Dülmen. 1810 erste Gedichtveröffentlichungen in der Mimigardia Friedrich Raßmanns, gegen ihren Willen unter Nennung ihres Namens und Wohnortes. Hierdurch in Münster im abwertenden Sinne eine literarische Berühmtheit und Spott und mißtrauischen Anfeindungen ausgesetzt. 1813 erstes Zusammentreffen und Freundschaft mit Annette von Droste-Hülshoff, für die sie eine Art von "Dichteridol" war. Die Droste widmete ihr später ein eigenes Gedicht, Catharine Schücking. 1813 Eheschließung mit Paulus Modestus Schücking. Mutter Levin Schückings und vier weiterer Kinder. 1815 Übersiedlung nach Sögel bei Meppen. Litt unter ihrer gesellschaftlichen und räumlichen Isolation, was zu ihrem literarischen Verstummen führte. Verstarb am 2. November 1831 auf dem Ludmillenhof in Sögel. Ein Teil ihres Werkes blieb unveröffentlicht. Schwärmte für Klopstock. War Verfasserin gefühlvoll-zarter Lyrik. Von ihr stammt aber auch der Satz Wär ich doch kein Weib geworden, das sich so geduldig in all die Fesseln und Einschränkungen des bürgerlichen Lebens schmiegen muß, und das, so verschieden auch sein Charakter und seine Geisteskräfte sein mögen, doch immer sich derselben Bestimmung fügen muß. (Brief an Anton Mathias Sprickmann, 1809)

Pseudonym: Pauline zu Cl.

Weitere Informationen zu Leben und Werk Katharina Sibylla Schückings im Westfälischen Autorenlexikon