Justus Möser

Lesebuch

Zusammengestellt und mit einem Nachwort von Martin Siemsen
Köln: Nyland Stiftung 2017.

Geboren am 14. Dezember 1720 in Osnabrück als Sohn eines Kanzleidirektors und Konsistorialpräsidenten. Von 1740 bis 1743 Jurastudium in Jena und Göttingen. 1741 Ernennung zum Sekretär der Osnabrückischen Ritterschaft, ein Amt, das er 1744 antrat. Während seiner Studentenzeit erste Gelegenheitsgedichte. 1747 Beginn der Advokatentätigkeit (bis 1761). 1747 Advocatus patriae (einer von drei Prozeßführern der Regierung) in Osnabrück. 1756 Beförderung zum Syndikus der Ritterschaft. 1762 Rat und Justitiar am Kriminalgericht. 1763/64 Aufenthalt in London. Aufgrund der verfassungsrechtlichen Konstruktion des Fürstbistums Osnabrück [...], nach der abwechselnd ein katholischer u. ein evangelischer aus dem Hause Braunschweig-Lüneburg stammender Fürstbischof das Hochstift regierten, bestimmte Georg III. von England 1763 seinen halbjährigen Sohn Friedrich von York zum Nachfolger des 1761 verstorbenen kath. Fürstbischofs Clemens August von Bayern. Während Friedrichs Minderjährigkeit konnte M. eine herausragende Stellung in der Osnabrücker Politik erlangen. Bereits 1764 zum Konsulenten der Regierung ernannt, lag die Regierung des Hochstifts de facto in seinen Händen, [...]. 1765 Bekanntschaft mit Lessing in Pyrmont. 1768 Regierungsreferendar. 1772 Bekanntschaft mit Lichtenberg. 1783 Geheimer Referendar und Geheimer Justizrat. Verstarb am 8. Januar 1794 in Osnabrück.

Weitere Informationen zu Leben und Werk Justus Mösers im Westfälischen Autorenlexikon