Johann Moritz Schwager

Lesebuch

Zusammengestellt und mit einem Nachwort von
Frank Stückemann.
Köln: Nyland Stiftung 2012.

 Geboren am 24. September 1738 in Kulkhuhl bei Gimborn im Kreis Gummersbach als Sohn eines Landwirts und Wagenbauers. Seit dem 17. Lebensjahr Besuch der Privatschule des Geistlichen Eicholtz, anschließend des Gymnasiums in Lennep. 1758 Besuch des Archigymnasiums in Dortmund.

Bekanntschaft mit der Dichtung Gellerts. Seit 1759 Theologiestudium in Halle, Jena und wiederum Halle. 14monatiger preußischer Militärdienst in Merseburg. Rückkehr nach Halle und 1762 nach Westfalen. Von 1763 bis 1765, nach vergeblichen Versuchen, in Bremen eine Pfarrstelle zu erhalten, zunächst Hauslehrer in Remscheid, Aachen und Groningen. Seit 1768 evangelischer Pfarrer in Jöllenbeck bei Bielefeld. Verstarb dort am 29. April 1804.

Ein führender Aufklärer in Westfalen im letzten Viertel des 18. Jahrhunderts. Als solcher ein entschiedener Gegner des Pietismus. Trug sich 1775 mit Plänen zur Gründung eines Wochenblatts, an dem auch Johann Lorenz Benzler, Christian Conrad Wilhelm von Dohm, Justus Möser und Anton Mathias Sprickmann mitarbeiten sollten. Sprickmann wiederum hoffte, Schwager für die Clevische Theaterzeitung zu gewinnen. Schwager war u.a. mit Arnold Mallinckrodt befreundet. Er unterstand in dem allen ganz dem Gedanken des "Gemeinnützigen" und suchte [...] bis in die weitesten Kreise zu wirken. [...] Immer will er warnen vor Schäden, erziehn zum Guten. Er schreibt also Tendenzschriften, bei denen es ihm auf die Darstellung nur insofern ankommt, als sie seinem Zwecke dient. Auch seine Romane haben durchaus diese Tendenz. Das ist gewiß ein Fehler, mit dem die Literaturkritik rechten mag. Sie wollen Richtung gebende Volksbücher sein und haben als solche auf ihre Zeit mehr oder weniger eingewirkt. (Rothert 1929; s.u.)

Pseudonym: Pauline zu Cl.

Weitere Informationen zu Leben und Werk Johann Moritz Schwagers im Westfälischen Autorenlexikon