Heinrich Schirmbeck

Lesebuch

Zusammengestellt und mit einem Nachwort von Rolf Stolz
Köln: Nyland Stiftung 2014.

Geboren am 23. Februar 1915 in Recklinghausen als Sohn eines Angestellten der Deutschen Reichsbahn. Kindheit und Jugend in Recklinghausen. 1925 Besuch der Realschule. 1929 Anerkennungsurkunde für sein prorepublikanisches Engagement durch Reichsinnenminister Carl Severing. 1931 Besuch der Hittorf-Oberrealschule in Recklinghausen. 1932 Mitarbeit in Jugendgruppen der SPD und des Reichsbanners. Reise nach England. 1934 Abitur. Nach dem Abitur vorübergehene Verhaftung durch die Nationalsozialisten. Indirektes Studienverbot durch die NSDAP. (Die zum Studium notwendige Hochschulreife wurde ihm trotz guter Noten nicht zuerkannt.) Umzug nach Frankfurt a. M. 1935 bis 1937 Buchhändlerlehre in einer Fachbuchhandlung für Medizin und Naturwissenschaften in Frankfurt a. M. Erste Skizzen und Feuilletons in der Frankfurter Zeitung. Reisen nach Flandern und Frankreich. 1937 bis 1938 Sortimentsgehilfe in Halle/S. und Nürnberg. 1938 Reichsarbeitsdienst. 1938/39 Werbeleiter der Akademischen Verlagsgesellschaft Athenaion in Potsdam. Übersiedlung nach Berlin. 1939 wurde er Propagandist im Ullstein-Verlag, dann Vertriebspropagandist der Frankfurter Zeitung. 1940 Mitarbeiter des Feuilletons der Frankfurter Zeitung. Kontakt zu Max von Brück, Walter Dirks, Wilhelm Hausenstein und Alfons Paquet. Von 1940 bis 1954 intensive Freundschaft mit Peter Suhrkamp, dem Verleger seiner ersten beiden Bücher. Ein umfangreicher, mehrere hundert Seiten umfassender Briefwechsel (noch unveröffentlicht) legt hiervon Zeugnis ab. 1942 Freundschaft mit Hermann Kasack. 1945 Amerikanische Gefangenschaft. Anschließend fand er Unterkunft in einem kleinen Dorf bei Göttingen. 1946 Anstellung als Feuilletonredakteur bei der Schwäbischen Zeitung in Leutkirch. Gleichzeitig fester redaktioneller Mitarbeiter der Badischen Zeitung. Übersiedlung ins Allgäu. Intensive Beschäftigung mit Themen der Technik und der Naturwissenschaften. 1950 Werbeleiter der Deutschen Zeitung und Wirtschaftszeitung in Stuttgart. 1951 Werbeleiter der Frankfurter Illustrierten. 1952 Freier Rundfunkjournalist und Schriftsteller. In den folgenden Jahren ca. 250 Abendstudiosendungen im Rundfunk zu Themen der Literatur und der Wissenschaft. In den 50er Jahren Widerstand gegen die Wiederbewaffung der BRD, gegen Atomrüstung, Atomkraftwerke, für Blockfreiheit, Neutralität und Atomwaffenfreiheit. 1954 Übersiedlung nach Frankfurt/M. 1958 Freundschaft mit Robert Jungk. Über Jungk Kontakt zum Hollywoodregisseur William Dieterle. Der Plan eines Drehbuchs zu Jungks Bericht Heller als tausend Sonnen (1956) entstand. Treatment und Teile des Drehbuchs wurden geschrieben. Das Projekt zerschlug sich. 1962 Umsiedlung nach Holzhausen, einem kleinen Dorf im Kreis Frankenberg/Eder. 1967 Übersiedlung nach Darmstadt. Wohnung im Künstlerviertel Park Rosenhöhe. Gestorben am 4.7.2005 in Darmstadt.


Weitere Informationen zu Leben und Werk Heinrich Schirmbecks im Westfälischen Autorenlexikon