Fred Endrikat

Lesebuch

Zusammengestellt und mit Nachworten von Walter Gödden und Joachim Wittkowski.
Köln: Nyland Stiftung 2011

Geboren am 7. Juni 1890 in Nakel a.d. Netze als Sohn eines Bergmanns. Er wuchs in Wanne-Eickel auf. Schon während seiner Handwerkslehre begann er Couplets und Sketche zu schreiben, u.a. für Claire Waldoff und Marita Gründgens, bevor er selbst in Cafés und kleineren Varietés auftrat. Seine Vorliebe für Improvisationen im unmittelbaren Kontakt mit dem Publikum – mit einem dicken Adreßbuch in der Hand, aus dem er scheinbar vorlas – führte ihn immer wieder in den Münchner "Simpl", ins "Kabarett der Komiker", nach Berlin und in den Hamburger "Bronzekeller". Die heiteren Lebensbetrachtungen des skurrilen Schwabing-Poeten, teils Epigramme, teils Miniatur-Balladen, parodieren die Schwächen der Zeit zumeist auf heiter-spielerischer Ebene, erinnernd an Christian Morgenstern und Joachim Ringelnatz. (Killy-Literaturlexikon) In seinen letzten Lebensjahren tourte er mit seinem Ensemble Die Arche. Kabarett der tödlichen Langeweile unangefochten durch Deutschland, während die meisten polit. Kabaretts und ihre Künstler von den Nationalsozialisten aufgrund ihrer klaren Richtung verboten und verfolgt wurden. (ebd.) Er lebte in Crange, Holsterhausen, Wanne-Eickel (arbeitete dort auch als Kumpel unter Tage), ferner in Magdeburg, Berlin, München und zuletzt in Leoni am Starnberger See. Er starb am 12. August 1942 in München.

Weitere Informationen zu Leben und Werk Fred Endrikats im Westfälischen Autorenlexikon