Ferdinand Krüger

Lesebuch

Zusammengestellt und mit einem Nachwort von Klaus Gruhn
Köln: Nyland Stiftung 2014

Geboren am 27. Oktober 1843 in Beckum als Sohn eines Gerichtsschreibers. Nach dem frühen Tod seines Vaters (1849) Umzug der Familie nach Ahlen. Dort bis 1853 Besuch der Volksschule. Von 1854 bis 1856 Besuch der Rektoratsschule in Menden, wo seine verheiratete Schwester lebte. Eine schwere Knieverletzung, die er sich hier zuzog, führte zu seiner späteren Befreiung vom Militärdienst. Seit 1858 Besuch des Gymnasiums in Warendorf. Wegen eines Streiches mußte er die Schule verlassen. Hierauf Besuch des Gymnasiums in Coesfeld, das er wegen eines Schulvergehens ebenfalls verlassen mußte.

Im Anschluß an die Reifeprüfung in Brilon (1862) Studium der Philologie und Philosophie in München. Er wandte sich jedoch bald dem Studium der Medizin zu. 1863 Wanderung nach Tirol. 1863/1864 mußte er sein Studium in München wegen Geldmangels unterbrechen. 1864 Wechsel an die Universität Greifswald und 1866 für ein Semester an die Universität Würzburg. Hier stellte er sich im Krieg von 1866 dem ärztlichen Hilfsdienst zur Verfügung. Im Wintersemester 1866 Fortsetzung seines Medizinstudiums an der Universität Berlin. 1867 Promotion. 1868 Staatsexamen. Nach kurzer Zeit als approbierter Arzt in Wesel ließ er sich im Sommer 1869 für immer in Linden bei Bochum nieder, wo er bis 1911 eine ärztliche Praxis führte. Von 1885 bis 1911 war er zugleich Leiter des Lindener St. Josephs-Krankenhauses. 1901 in dieser Eigenschaft Ernennung zum Sanitätsrat, 1910 Beförderung zum Geheimen Sanitätsrat. Obwohl beruflich stark beansprucht, nahm er an vielen medizinischen Kongressen teil und übernahm den Vorsitz im Westfälischen Dichter- und Schriftstellerbund. Er verbrachte seinen Ruhestand, nach einem kurzen Aufenthalt in Berlin-Dahlem, in Essen-Bredeney, wo er am 8. Februar 1915 starb.

Weitere Informationen zu Leben und Werk Ferdinand Krügers im Westfälischen Autorenlexikon