Sehnsuchtsort Südamerika
Expeditionen in einen unbekannten Kontinent
Christoph Kolumbus’ Ankunft auf der Bahamas-Insel Guanahani (heute San Salvador) im Oktober 1492 markiert den Beginn des europäischen Zugriffs auf den amerikanischen Kontinent. Die Künstler, die in den folgenden Jahrhunderten nach Mittel- und Südamerika reisen, sehen sich meistens in einer dienenden Funktion: Sie begleiten Entdeckungsreisen und wissenschaftliche Expeditionen, um vor Ort das Gesehene genau festzuhalten. Mitte des 17. Jahrhunderts kommen beispielsweise die niederländischen Maler Albert Eckhout und Frans Post im Gefolge des Statthalters der Kolonie Pernambuco, Johan Maurits, nach Brasilien.
Während das Amerikabild bis in die Zeit um 1800 hauptsächlich die Wünsche und Ängste der europäischen Kolonisatoren widerspiegelt, beginnt mit Alexander von Humboldt die eigentliche wissenschaftliche Erschließung Lateinamerikas. Seine Publikationen, aber auch seine ausdrückliche Aufforderung an die Künstler, die Motive ihrer Landschaftsmalerei in Südamerika zu suchen (1851), führt dazu, dass viele Maler des 19. Jahrhunderts auf seinen Spuren den amerikanischen Kontinent erkunden. Neben dem Österreicher Thomas Ender reisen deutsche Künstler wie Ferdinand Bellermann, Albert Berg, Ferdinand Keller, Eduard von Hildebrandt und Johann Moritz Rugendas quer durch Südamerika.
Eine Ausstellung des
LWL-Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte, Münster
Dauer der Ausstellung:
28.09.2008-11.01.2009
Öffnungszeiten:
Mo, Di, Mi 9-19 Uhr
Do, Fr 9-21 Uhr
Sa 10-24 Uhr
So 10-21 Uhr
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