Sammlung

Kunst im Außenbereich

Kunst im Außenbereich

Die „Strukturale Konstellation – Zwei Supraporten“ von Josef Albers (1888–1976) 1972 ursprünglich über dem alten Haupteingang am Domplatz vor dunklem Schiefer angebracht, befinden sich nun über dem Seiteneingang an der Pferdegasse. Aus den vertikalen und diagonalen Geraden entstehen als Vexierbilder die Körper je zwei offener Kuben.

Die „Silberne Frequenz“ von Otto Piene (1928–2014) von 1970/71 wurde für das Jahr 2014 in enger Zusammenarbeit mit dem Künstler modernisiert und überarbeitet. Statt Glühbirnen und einer Relaissteuerung befindet sich in den neuen Edelstahlkugeln nun computergesteuerte LED-Technik, die nun ein vollkommen neues, sehr viel komplexeres Lichtspiel zulässt.

Auf der Eingangsseite zum Aegidiimarkt und in unmittelbarer Nähe des Westfälischen Kunstvereins konnte die Skulptur „Granit Bleu de Vire (Normandie)“ von 1985 von Ulrich Rückriem (geb. 1938) aufgestellt werden, die sich früher ebenfalls auf der Seite des Domplatzes befand. Die Skulptur ist eine Dauerleihgabe des Westfälischen Kunstvereins an das LWL-Museum für Kunst und Kultur.

An der Domplatzseite kann man neben dem neuen Eingang im ersten Stock des Altbaus noch die Arbeit „Außen“ in den Fenstern erkennen. Das ursprünglich zweiteilige Projekt wurde von Hermann Pitz (geb. 1956) auf Einladung der Skulptur Projekte 1997 entwickelt. Es bezieht sich auf die damalige Renovierung des 1906 errichteten Altbaus. Mit dem dunklen Schiefer stellte Pitz eine Verbindung zwischen Alt- und damaligen Neubau her. Mit dem Abriss des „Neubaus“ der 1970er Jahre verändert sich die Arbeit nun zu einem Nachhall dieses Gebäudes, das nun nur noch in der Erinnerung existiert.

Eine vollkommen neue Arbeit ist die 2014 entstandene Videoinstallation „Münsteranerin“ von Pipilotti Rist (geb. 1962). Die Schweizer Künstlerin hat die Arbeit speziell für diesen neuen Ort im LWL-Museum für Kunst und Kultur entwickelt. Es ist immer nach Einbruch der Dämmerung zu sehen. Die Bilder zeigen das Leben selbst – als Zeitspanne, die sich in unterschiedlichen Weisen dehnt und zusammenzieht, schnell und langsam sein kann, aber als elementarer Rhythmus bestehen bleibt.