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Skulptur Projekte

Seit 1977 finden im regelmäßigen Turnus von 10 Jahren die international ausgerichteten Skulptur Projekte statt, organisiert und durchgeführt vom LWL-Museum für Kunst und Kultur in enger Zusammenarbeit mit dem LWL, der Stadt Münster, dem Land Nordrhein-Westfalen und weiteren öffentlichen und privaten Förderern. Die internationale Bedeutung der Skulptur Projekte Münster ist vergleichbar mit der documenta in Kassel und der Biennale in Venedig. Die nächsten Skulptur Projekte finden 2017 statt.

Nauman Bruce Nauman, Square Depression, Skulptur Projekte Münster 2007, Entwurf 1977/ Realisation 2007, Foto: Roman Mensing

Skulptur Projekte

Seit 1977 finden im regelmäßigen Turnus von zehn Jahren die international ausgerichteten Skulptur Projekte statt. Die Ausstellung wird organisiert und durchgeführt vom LWL-Museum für Kunst und Kultur in enger Zusammenarbeit mit dem LWL, der Stadt Münster, dem Land Nordrhein-Westfalen und weiteren öffentlichen und privaten Förderern.

Die internationale Bedeutung der Skulptur Projekte ist vergleichbar mit anderen Grossausstellungen wie der documenta in Kassel oder an verschiedenen Orten auf der Welt organisierten Biennalen. Besonders ist jedoch ihr zehnjähriger Rhythmus, der die Ausstellung wortwörtlich zu einem „Projekt“ und einer Langzeitstudie macht, dessen entscheidende Voraussetzung eine klare Verortung in der Jetztzeit ist. Die Geschichte der Skulptur Projekte ist eng mit der Idee verknüpft, nicht mit Kunst, sondern für die Kunst eine Öffentlichkeit zu schaffen. Im Laufe der Entwicklung seit 1977 lassen sich anhand der Werke im Spannungsfeld von öffentlichem Raum und Institutionalisierung verschiedene künstlerische Ansätze und wechselnde Perspektiven ablesen. Städtebauliche, ökologische oder historische Fragen stehen dabei ebenso zur Debatte wie das wirtschaftliche oder das soziale Feld. Dabei bietet die Stadt Münster in ihrer Überschaubarkeit und mit ihrer spezifischen Bevölkerungsstruktur ein hervorragendes Terrain, das einem „Labor“ gleicht. Die Skulpturen stehen im Kontext des städtischen Lebens, der Traditionen und der Geschichte. Und sie sind ein wichtiger Teil der Identität der Münsteraner. Einige – wie die monumentalen Billardkugeln von Claes Oldenburg am Aasee – sind sogar zu einem „Wahrzeichen“ der Stadt geworden.

Durch die bisherigen vier Ausgaben der Skulptur Projekte sind das Museum und die Stadt Münster im Besitz von über 60 bedeutenden Skulpturen im Außenraum. Außerhalb des Depots ist somit eine einzigartige Sammlung permanent zugänglich. Viele der Künstlerinnen und Künstler, wie etwa Bruce Naumann, Thomas Schütte, Rebecca Horn, Jenny Holzer, Mike Kelley oder Rosemarie Trockel, haben inzwischen internationales Renommee erreicht und ihre Arbeiten in Münster sind unerlässliche Bezugspunkte in einer Diskussion über Kunst im öffentlichen Raum.

Die nächste Ausgabe der Skulptur Projekte Münster findet im Jahr 2017 statt.