04. März bis 23. April 2017

Yves Netzhammer

04. März bis 23. April 2017

Selbstgespräche nähern sich wie scheue Rehe. Yves Netzhammer

Der Schweizer Künstler Yves Netzhammer (*1970) entwickelt eigens für den Lichthof eine raumgreifende Installation. Mittels Videoprojektionen, zeichnerischen und bildhauerischen Elementen schafft er ein Gefüge, das den Innenhof und seine umlaufenden Gänge in einer Erfahrungsebene zusammenführt.

Netzhammers bühnenartige Einbauten können einem Parcours gleich von den Besuchern betreten werden. Dort tauchen sie in eine physisch reale doch zugleich fiktionale Welt ein. In den computeranimierten Videosequenzen inszeniert Netzhammer einen Protagonisten, der als Projektionsfläche für Emotionen und Erlebnisse dient. Immer wieder taucht eine geschlechtslose Gliederpuppe ohne individuelle Eigenschaften auf, die allgemeine Wesensmerkmale des Menschen trägt. So befragt er das Verhältnis von Körpern zum Raum und schafft ein vielschichtiges Feld für Auseinandersetzungen. Die Wahrnehmung von Dingen, ihrer Umgebung und dem Menschen darin wird zu einer spezifischen Erfahrung von Zeit und Dasein in der Welt.

Die gleichnamige Videoarbeit ist ab Einbruch der Dunkelheit im Patio des Museums zu sehen und ist eine Erwerbung der Freunde des Museums für Kunst und Kultur Münster.

Die Installation wird gefördert durch die Schweizer Kulturstiftung ProHelvetia und die Stanley Thomas Johnson Stiftung.

Führungen und Veranstaltungen

Kuratorenführung
Langer Freitag, 10. März, 19 Uhr

5 Uhr im Museum
Kunstgenuss nach Feierabend mit Marijke Lukowicz
Donnerstag, 16. März, 17 Uhr

Installation im Lichthof: Selbstgespräche nähern sich wie scheue Rehe, 2016. Foto: LWL/Hanna Neander ©Yves Netzhammer