Ausstellungen

Rückblick

04.03.2016 - 23.04.2017

Selbstgespräche nähern sich wie scheue Rehe. Yves Netzhammer

Der Schweizer Künstler Yves Netzhammer (*1970) entwickelte eigens für den Lichthof eine raumgreifende Installation. Mittels Videoprojektionen, zeichnerischen und bildhauerischen Elementen schaffte er ein Gefüge, das den Innenhof und seine umlaufenden Gänge in einer Erfahrungsebene zusammenführt.Netzhammers bühnenartige Einbauten konnten einem Parcours gleich von den Besuchern betreten werden. Dort tauchten sie in eine physisch reale doch zugleich fiktionale Welt ein. In den computeranimierten Videosequenzen inszenierte Netzhammer einen Protagonisten, der als Projektionsfläche für Emotionen und Erlebnisse dient. Immer wieder tauchte eine geschlechtslose Gliederpuppe ohne individuelle Eigenschaften auf, die allgemeine Wesensmerkmale des Menschen trägt. So befragte er das Verhältnis von Körpern zum Raum und schafft ein vielschichtiges Feld für Auseinandersetzungen. Die Wahrnehmung von Dingen, ihrer Umgebung und dem Menschen darin wurde zu einer spezifischen Erfahrung von Zeit und Dasein in der Welt.Die gleichnamige Videoarbeit war ab Einbruch der Dunkelheit im Patio des Museums zu sehen.

11.11.2016 - 19.03.2017

Henry Moore. Impuls für Europa

Das LWL-Museum für Kunst und Kultur, Münster, widmete 40 Jahre nach Henry Moores (1898 – 1986) letztem Besuch in Münster dem Bildhauer die umfangreichste Werkschau seit fast 20 Jahren in Deutschland. Erstmals wurde die deutsche Rezeptionsgeschichte zu Moores Œuvre thematisiert. 120 Arbeiten von Moore und 16 weiteren europäischen Künstlern zeigten die Wechselbeziehungen der Künstler: die Inspirationen, die auf Moore einwirkten und die von ihm ausgingen. Die Ausstellung war eine Kooperation zwischen Tate und dem LWL-Museum für Kunst und Kultur.

Kuratoren: Dr. Tanja Pirsig-Marshall, LWL-Museum für Kunst und Kultur, Chris Stephens, Tate, London.

Zur Ausstellung erschien ein umfangreich bebilderter Katalog im Hirmer Verlag.

9.12.2016 - 12.3.2017

Andreas Siekmann. Aufzeichnungen aus einem postfaktischen Zeitalter

Der Preisträger des Konrad-von-Soest-Preises 2016 für Bildende Kunst, Andreas Siekmann (*1961), zeigte in seiner Ausstellung neue und bestehende Arbeiten in einer raumgreifenden Installation. Gesellschaftskritische Werke thematisierten veränderte ökonomische Bedingungen einer globalisierten Welt am Beispiel des Kohlebaus, anhand derer Siekmann auf Missverhältnisse aufmerksam zu machen versucht. Angestrebt wird die Konfrontation des Betrachters mit aktuellen politischen Ereignissen. 

Kuratorin: Marijke Lukowicz, LWL-Museum für Kunst und Kultur

6.10.2016 - 19.2.2017

Monetissimo! Aus den Tresoren des Münzkabinetts

Die Ausstellung des Münzkabinetts widmete sich Geld in allen Variationen: 27 Themen boten Spitzenstücke und Besonderheiten, Alltägliches und Verwandtes von Münzen, Medaillen & Co. Sie ermöglichte so erstmals den Zugang zur Schatzkammer Westfalens für die Öffentlichkeit. Das Münzkabinett ist der älteste und umfangreichste Sammlungsbereich des LWL-Museums für Kunst und Kultur, zugleich der unbekannteste. Es umfasst 100.000 Exemplare, gesammelt seit 1825. Ein eintägiges Symposium nahm eine aktuelle Standortbestimmung zum Thema „Numismatik Ausstellen Heute“ vor.

Kurator: Dr. Stefan Kötz, LWL-Museum für Kunst und Kultur

Zur Ausstellung erschien ein bebilderter Katalog im Michael Imhof Verlag Petersberg.

13.5. - 4.9.2016

Homosexualität_en

Mit der Ausstellung „Homosexualität_en“ ging das LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster weit über die Geschichte von Verfolgung und Protest von Schwulen, Lesben, Trans- und Intersexuellen hinaus: Dokumente, Fotos, Videos und ausgewählte Kunstwerke zeigten die Vielfalt von Sexualität und Geschlecht, aber auch subtile Formen der Ausgrenzung.

Ein Projekt des Schwulen Museums* Berlin in Kooperation mit dem LWL-Museum für Kunst und Kultur Münster und dem Deutschen Historischen Museum Berlin.

Kuratoren: Dr. Hermann Arnhold, LWL-Museum für Kunst und Kultur, und Dr. Birgit Bosold

Zur Ausstellung erschien ein bebilderter Katalog im Sandsteinverlag.

13.11.2015 - 6.3.2016

Wilhelm Morgner und die Moderne

Anlässlich seines 125. Geburtstags im Januar 2016 erinnerte das LWL-Museum für Kunst und Kultur an Wilhelm Morgner (1891 – 1917) und zeigte den Künstler erstmals im Kontext seiner Zeit. Zu sehen waren insgesamt 172 Gemälde, Zeichnungen und Grafiken von ihm und seinen Zeitgenossen – darunter Vincent van Gogh, Oskar Kokoschka und Wassily Kandinsky.

Kuratorin: Dr. Tanja Pirsig-Marshall, LWL-Museum für Kunst und Kultur, und Dr. Andrea Witte

Zur Ausstellung erschien ein bebilderter Katalog im Wienand Verlag.

11.9.2015-10.1.2016

Propaganda trifft Grabenkrieg. Plakatkunst um 1945

Die Ausstellung fragte mit weit über 100 Exponaten vom Leitmedium Plakat bis zu Karikaturen und Schaumünzen nach dem Wandel der deutschen und antideutschen Propagandasprachen während des Ersten Weltkriegs. Im Schlüsseljahr 1915 erstarrte der Kampf im mörderischen Grabenkrieg. Der Umbruch der Kriegsstrategie führte zur Ablösung der traditionellen, ledernden Pickelhaube durch den effizienten Stahlhelm. Diesen Wendepunkt zum Anlass nehmend schärfte die Schau ein Jahr nach dem historischen Jubiläum des Krieges den Blick für das unterschwellige Fortleben der alten Konflikte und Feindbilder.

Kurator: Dr. Jürgen Krause, LWL-Museum für Kunst und Kultur

Zur Ausstellung erschien ein Katalog im Wienand Verlag.

13.5.-20.9.2015

Otto Piene. Licht

Die  Ausstellung zum Mitbegründer der legendären Künstlergruppe ZERO, Otto Piene (1928 – 2014), legte erstmals den Fokus ausschließlich auf das Thema „Licht“ in seinem weiten Œuvre. Piene gilt als einer der großen Pioniere der internationalen Lichtkunst und widmete sich bereits in seiner frühen Schaffenszeit bis in seine letzten Arbeitsjahre intensiv diesem Thema. Rund 70 Exponate auf 1.000 Quadratmetern geben einen Überblick über die vielfältigen Wege der Lichtinszenierung und Lichtexperimente in Pienes Werk. In sechs Räumen widmet sich die Ausstellung der künstlerischen Entwicklung und Auseinandersetzung mit dem Medium Licht.

Den Künstler verband seit Jahrzehnten eine enge freundschaftliche Beziehung zum LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster. Aus dieser Verbindung heraus entstand noch vor seinem Tod im Juli 2014 gemeinsam die Idee zu dieser Ausstellung, die in Zusammenarbeit mit Elizabeth Goldring Piene umgesetzt wurde.

Kuratoren: Dr. Hermann Arnhold, LWL-Museum für Kunst und Kultur, und Dr. Joachim Jäger, Neue Nationalgalerie Berlin

Zur Ausstellung erschien ein umfangreich bebilderter Katalog im Kerber Verlag.

14.3. - 9.8.2015

„Sag, was ist das für ein Tier?“ Grüffelo & Co.

 „Sag was ist das für ein Tier?“ Grüffelo & Co. versammelte über 100 Original-Zeichnungen von Kinderbuchillustratoren. Titelgebend war die Geschichte um die berühmte Grüffelo-Figur von Axel Scheffler. In der Studioausstellung des LWL-Museums für Kunst und Kultur versammelten sich aber auch andere berühmte Monster oder Fabelwesen, die Vorbilder und Kollegen vom Grüffelo waren. Die Ausstellung richtete sich nicht nur inhaltlich explizit an Gäste ab zwei Jahren: Die Hängung der Bilder berücksichtigte die Größe der kleinen Besucher, interaktive Elemente regten zum Nachspielen der Geschichten ein und ein umfangreiches Vermittlungsprogramm lud zum Malen, Zeichnen, Basteln und Spielen ein.

Kuratorin: Ingrid Fisch, LWL-Museum für Kunst und Kultur

8.11.2014 - 22.2.2015

Das nackte Leben

Die erste große Ausstellung im neu eröffneten LWL-Museum für Kunst und Kultur widmete sich der gegenständlichen Malerei in London mit Arbeiten von Francis Bacon, Lucian Freud, Frank Auerbach, Leon Kossoff, David Hockney und Richard Hamilton. Rund 130 Arbeiten von 16 Künstlern zeigten den künstlerischen Dialog, der in London ab den 1950er Jahren begonnen hatte und über drei Jahrzehnte andauern sollte.

Kuratorinnen: Dr. Tanja Pirsig-Marshall, LWL-Museum für Kunst und Kultur, und Catherine Lampert, London

Zur Ausstellung erschien ein umfangreich bebilderter Katalog im Hirmer Verlag.